Wieder ein paar Kilometer mehr: A14-Nordverlängerung bis Stendal freigegeben
Von Anja Mia Neumann
Stendal/Wittenberge/Karstädt - Die A14-Nordverlängerung wächst Stück für Stück. Das Ziel ist eine durchgängige Autobahnverbindung von Magdeburg durch die Altmark und Prignitz bis zur Ostsee.
Seit Montagmorgen können Autofahrer einen weiteren fertiggestellten 6,8 Kilometer langen Abschnitt von Lüderitz bis Stendal-Süd (Sachsen-Anhalt) nutzen.
Der neue Streckenteil ist nun offiziell freigegeben, weiter nördlich wurde der Baubeginn für die A14 zwischen Wittenberge und Karstädt (Brandenburg) gefeiert.
Zudem gab es an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg den symbolischen Spatenstich für den Neubau der Elbebrücke in Wittenberge.
"Pünktlich vor Beginn der Sommerferien in Sachsen-Anhalt stehen den Verkehrsteilnehmern mit der heutigen Verkehrsfreigabe der A14 insgesamt 36 durchgängige Autobahnkilometer zwischen Wolmirstedt (Landkreis Börde) und Stendal-Süd zur Verfügung", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU).
Für die letzten 18 Kilometer des Neubaus der A14 in Brandenburg heiße es dagegen: "Endlich Baustelle!". Rund 316 Millionen Euro würden für den Abschnitt zwischen Wittenberge und Karstädt investiert.
Altmark und Prignitz werden besser erreichbar
Am Abschnitt bei Stendal war seit September 2021 gebaut worden. Die Freigabe war ursprünglich schon für Ende 2025 geplant, wurde aus bautechnischen Gründen aber verschoben.
Eine Parkplatz- und WC-Anlage wird voraussichtlich erst Ende des Jahres fertig, wie es hieß.
Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) betonte, die Altmark sei nun spürbar besser erreichbar, was den Menschen und der Wirtschaft zugutekomme.
"Mit der Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz machen wir darüber hinaus Sachsen-Anhalt als Standort für Wohnen und Arbeit insgesamt noch attraktiver."
Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach (63, SPD), erkärte: "Die A14 ist für die Prignitz und den ganzen Nordwesten Brandenburgs eine verkehrliche Lebensader."
Die Brücke über die Elbe, die nun gebaut wird, entsteht im Zuge der Bundesstraße 189 zwischen Geestgottberg im Landkreis Stendal und Wittenberge im Landkreis Prignitz. Sie werde sich harmonisch in die Landschaft einfügen, versprechen die beteiligten Ministerien. Künftig solle es "ein Ensemble mit der westlich direkt benachbarten Brücke der Autobahn A 14 bilden".
Rund 120 Millionen Euro stellt der Bund laut dem brandenburgischen Verkehrsministerium für das Projekt bereit. In drei Jahren soll die Brücke für den Verkehr freigegeben werden.
Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

