Markranstädt - Trotz wechselhaftem und eher kühlerem Wetter strömten die Besucherinnen und Besucher am Mittwochnachmittag in das neue Stadtbad Markranstädt (Landkreis Leipzig). Im Zuge der Corona-Pandemie wurde das Bad vor sechs Jahren geschlossen und seitdem wegen Umbauarbeiten nicht wieder geöffnet – bis jetzt.
Bürgermeisterin Nadine Stitterich (parteilos, 45) eröffnete das 100 Jahre alte Stadtbad feierlich und bezeichnete vorab den Umbau als ihr "Herzensprojekt".
Zur Eröffnung durften die ersten Freiwilligen natürlich auch direkt Anbaden und ihr Können beim Arschbombenwettbewerb beweisen. Gesucht wurde die beste Arschbombe vom 3-Meter-Sprungturm und das beste Kostüm.
Auch kühlere Temperaturen und teilweise Regen schreckten die 13 Freiwilligen nicht ab. Am Ende gewann Karsten Krone im Clownkostüm.
Das alte und in die Jahre gekommene Bad wurde von den Markranstädtern bisher nur als "Diva" bezeichnet.
Ob dieser Spitzname sich nach der Sanierung weiter halten wird, wird sich zeigen, denn die alte Dame erstrahlt in neuem Glanz.
Der Umbau kostete fast sieben Millionen Euro
Auf der ehemaligen Badfläche ist ein Schwimmbecken von 25 x 12,50 Meter entstanden. Es hat fünf Bahnen und einen Sprungturm mit 1-Meter- und 3-Meter-Plattformen.
Es gibt ein neues Nichtschwimmerbecken mit einer Breitrutsche und ein Planschbecken. Auch die technischen Anlagen wurden erneuert, der Außenbereich neugestaltet und ein neues Funktionsgebäude mit Imbiss und Kassenbereich gebaut. Zusätzlich gibt es mehr Stellplätze für Autos und Fahrräder.
Bürgermeisterin Stitterich betonte in einer Pressemitteilung vor der Eröffnung, dass man in dem neuen Bad "Tradition mit moderner Architektur und zeitgemäßer Ausstattung" verbinden möchte.
Durch die Betreuung durch Rettungsschwimmer ist das Freibad auch eine sicherere Alternative zum nahe liegenden Kulkwitzer See. Der Eintritt für Erwachsene kostet fünf Euro, ermäßigter Zutritt kostet drei Euro und ein Familienticket 14 Euro.
2023 wurde beschlossen, das alte Stadtbad zu modernisieren. 2024 begann der Bau. Insgesamt wurden 6,8 Millionen Euro investiert, wovon mehr als vier Millionen Euro gefördert wurden.