13-Jährige lässt Sebnitzer Tradition aufblühen

Von Benjamin Schön, Daniel Förster

Sebnitz - Mit Strohhut, Blumenkorb und ganz viel Charme verzaubert sie die Seidenblumenstadt: Die 13-jährige Jolien Kirschner ist das neue Sebnitzer Blumenmädchen - jünger war noch keine.

Jolien Kirschner (13) ist das neue und jüngste Sebnitzer Blumenmädchen.  © Marko Förster

Mit gerade einmal 13 Jahren ist Jolien das 25. Sebnitzer Blumenmädchen und zugleich Botschafterin für das traditionsreiche Kunstblumenhandwerk. Im dunkelblauen Kleid mit weißer Schürze wirbt sie ab sofort für die berühmten Sebnitzer Seidenblumen.

"Ich freue mich sehr darauf, neue Menschen kennenzulernen und einfach mal etwas anderes zu sehen als jeden Tag Schule", sagt die Achtklässlerin vom Goethe-Gymnasium.

Vorgestellt wurde sie beim Neujahrsempfang der Stadt. Schon zuvor hatte sie als Schauspielerin im Film "Die Olsenbande rettet den Tag der Sachsen in Sebnitz" das Blumenmädchen gespielt - nun ist sie es ganz offiziell.

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Im Haus der Deutschen Kunstblume bewies Jolien bereits Fingerfertigkeit beim "Blümeln" und schwärmt: "Ich liebe Tulpen." Dass sie so jung ist, sieht sie gelassen: "Ich bin tatsächlich erst 13 - aber ich denke, ich werde das Amt trotzdem gut meistern."

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Beim Neujahrsempfang wurde sie feierlich eingeführt.  © Marko Förster

Auch fachlich will Jolien dazulernen. "Das muss ich mir nebenbei noch ein bisschen aneignen, damit ich noch mehr Fakten parat habe", sagt sie offen. Sie wolle genau wissen, "wie das früher war, als die Frauen die Kunstblumen noch zu Hause geblümelt haben".

Ihr Anspruch: "Ich möchte die Fragen rund um das Kunstblumenhandwerk richtig gut beantworten können."

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