360-Grad-Orgel: Rundum-Sound für Kirche in Sachsen

Augustusburg - Orgelklänge aus allen Richtungen! Ab Herbst kommen die Besucher der Stadtkirche St. Petri in Augustusburg (Landkreis Mittelsachsen) in den Genuss der 360-Grad-Orgel. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. So wird in diesen Tagen die letzte Teil-Orgel in der Kirche installiert.

Kantor Pascal Kaufmann (33) freut sich auf die 360-Grad-Orgel.  © Kristin Schmidt

"Aktuell wird die Altarorgel aufgebaut, die in die Klangwelt mit eingegliedert wird", erzählt Jonas Baaske (36) von der brandenburgischen Orgelbau-Firma Alexander Schuke.

Seit vergangener Woche montieren Jonas, sein Vater Diethelm (61) und Kollegen die Teil-Orgel hinter den Altar. Sie komplettiert letztlich das Ensemble aus den fünf Neben- und der Hauptorgel.

Jonas kümmert sich allerdings nicht nur um die Montage der Kircheninstrumente. Aktuell wird an der Hauptorgel auch ein neuer Spieltisch installiert. "Der funktioniert voll elektronisch. Von dem neuen Spieltisch kann man sowohl die alte Orgel spielen als auch alles Neue."

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"Mit der Altarorgel wurde der letzte der sechs Standorte erschlossen", erzählt Kantor Pascal Kaufmann (33). Wenn dann alles fertig ist, setzt er sich an den Spieltisch und legt richtig los: Dann tönen aus über 4000 Orgelpfeifen Klänge, die der Zuhörer um sich herum wahrnehmen kann (aus 360-Grad-Perspektive).

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Mit diesem neuen Spieltisch werden die sechs Orgeln verbunden.  © Ralph Kunz
In der Stadtkirche St. Petri erklingen ab Herbst eine Haupt- und fünf Teilorgeln. Foto: Ralph Kunz  © Ralph Kunz
Jonas Baaske (36, l.) und Papa Diethelm (61) schrauben am Spieltisch.  © Ralph Kunz
Orgelbauer Jonas Baaske mit einer der über 4000 Pfeifen.  © Ralph Kunz

"Wir liegen gut im Zeitablauf", so Kaufmann. Das 1,2-Millionen-Euro-Projekt soll demnächst geweiht werden, im Herbst bekommen dann Kirchenbesucher zum ersten Mal eins auf die Ohren. Wann konkret die Premiere erfolgt, wird aber noch nicht verraten.

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