Ab heute Streik in Sachsen: In diesen Landkreisen steht der Nahverkehr zum Teil still

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Von Sebastian Münster

Dresden - In weiten Teilen Sachsens hat in den frühen Morgenstunden ein dreitägiger Streik bei den regionalen Verkehrsunternehmen begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten zahlreicher Betriebe dazu aufgerufen, bis zum frühen Samstagmorgen die Arbeit niederzulegen.

Bis Samstagmorgen steht der sächsische Nahverkehr weitgehend still.
Bis Samstagmorgen steht der sächsische Nahverkehr weitgehend still.  © Robert Michael/dpa

Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben die Landkreise Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Meißen, Bautzen und Görlitz sowie die Städte Dresden und Chemnitz. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen im sächsischen Nahverkehr. 

Ausgenommen sind die städtischen Verkehrsunternehmen sowie die Kreise Nordsachsen und das Vogtland.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten nach eigenen Angaben neben einem höheren Entgelt bessere Regelungen zur Arbeitszeit im Schichtdienst sowie mehr Möglichkeiten zum Freizeitausgleich.

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Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden mit dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) fehlt es aus Sicht des zuständigen Gewerkschaftssekretärs Sven Vogel weiter an einem substanziell verbesserten Angebot.

Die Arbeitgeber bewegten sich innerhalb eines starren finanziellen Rahmens und rechneten kleinere Zugeständnisse gegen andere Forderungen auf, kritisierte er.

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Streit um 5-Tage-Woche und Freizeitausgleich

Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten zahlreicher Betriebe dazu auf, die Arbeit niederzulegen.
Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten zahlreicher Betriebe dazu auf, die Arbeit niederzulegen.  © Robert Michael/dpa

Konkret liegt den Angaben zufolge bislang unter anderem das Angebot einer Entgelterhöhung um zwei Prozent in diesem und dem nächsten Jahr vor. Die Gewerkschaft hält das wegen der aktuellen Preisentwicklung nicht für ausreichend, um Reallohnverluste zu vermeiden und die Einkommen spürbar zu verbessern.

AVN-Geschäftsführer Gerrit Fechner betonte dagegen, die finanziellen Spielräume der kommunalen Unternehmen seien wegen knapper Haushalte begrenzt. 

Streit gibt es auch über die von Verdi geforderte verbindliche Fünf-Tage-Woche für Beschäftigte im Schichtdienst und Regeln zum Freizeitausgleich. Die Gewerkschaft fordert mehr Entgegenkommen der Arbeitgeberseite.

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AVN-Geschäftsführer Fechner verweist darauf, dass der Nahverkehr auch an Wochenenden zuverlässig angeboten werden müsse; der Arbeitsmarkt gebe zusätzliches Personal für Spitzenzeiten kaum her. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen AVN und Verdi ist für den 12. Mai angesetzt. 

Die bestreikten Verkehrsunternehmen haben zum Teil bereits Notfahrpläne veröffentlicht oder angekündigt und informieren auf ihren Internetseiten über das Fahrtangebot. Die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda sieht nach eigenen Angaben keine Möglichkeit für einen Notbetrieb und rechnet mit einem Komplettausfall sämtlicher Stadtlinien.

Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa

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