Abi-Abwärtstrend in Sachsen hält an: Kultusminister Clemens trotzdem zufrieden
Dresden - In Sachsen haben 266 Schüler ihr Abitur mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen. Doch die neueste Statistik liest sich nicht durchweg positiv.
Im Schuljahr 2025/26 waren insgesamt 11.197 Schüler an den allgemeinbildenden Gymnasien im Freistaat zur Abiturprüfung zugelassen. Davon bestanden haben 10.781 (96,4 Prozent), wie das Sächsische Staatsministerium für Kultus am Montag mitteilte.
Rückblickend auf die letzten zehn Jahre ist das jedoch mit die schlechteste Bestehensquote. Den besten Wert in diesem Zeitraum markiert dabei das Jahr 2021, in dem 97,9 Prozent aller Schüler ihr Abitur meisterten. Seither lässt sich ein kleiner Abwärtstrend erkennen.
Mit einer Quote von 96,4 Prozent landete dieses Schuljahr gemeinsam mit dem Vorjahr (ebenfalls 96,4 Prozent) auf dem letzten Platz des Rankings. 2025 waren aber auch knapp 100 Schüler weniger zum Abitur zugelassen.
Im Schnitt bestanden Sachsens Gymnasiasten ihr Abitur in diesem Schuljahr mit einer Note von 2,23. Nur in den Jahren 2017 (2,24) und 2016 (2,29) war der Schnitt noch schlechter. Spitzenreiter der letzten zehn Jahre ist der Abi-Jahrgang von 2022 mit einem Schnitt von 2,07. Auch hier hält seither ein Abwärtstrend an.
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Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) sprach trotzdem von "guten Ergebnissen" und gratulierte allen Abiturienten: "Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer starken Gemeinschaftsleistung. Hier trifft der Fleiß der Schülerinnen und Schüler auf die verlässliche Unterstützung ihrer Lehrkräfte. Die Lehrerinnen und Lehrer haben ihre Schützlinge wieder hervorragend auf die Prüfungen vorbereitet."
Titelfoto: Bildmontage: Sina Schuldt/dpa, Eric Münch
