Absturzgefahr im Liebethaler Grund: Steinbrecher verzweifelt an brüchigem Fels

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Pirna - Im Eingangsbereich des Klettergartens im Liebethaler Grund droht ein Felsbrocken abzustürzen. Der etwa zweieinhalb Kubikmeter große Stein konnte am Freitag nicht wie geplant herausgebrochen werden, wie Thomas Löwinger (72) von der beauftragten gleichnamigen Firma zu TAG24 sagte.

Der Klettergarten Liebethaler Grund sieht nicht nur malerisch aus - sondern liegt auch noch am Malerweg.
Der Klettergarten Liebethaler Grund sieht nicht nur malerisch aus - sondern liegt auch noch am Malerweg.  © Thomas Türpe

"Er ist ein ziemlich fester Zahn, der zwar ein bisschen wackelt, aber nicht rauswill", so Löwinger weiter.

In gut zwölf Metern Höhe ragt er noch über eine steile Kletterwand. Tiefe Risse ziehen sich von außen gut sichtbar durch ihn. Mit fünf Mitarbeitern hatte der Steinbrecher am Freitag alles versucht, aber: Weder das Aufbohren, das Hebeln mit einem Schwerlastkissen oder auch die gute alte Brechstange halfen.

"Der ist verkeilt und hängt stabil in der Wand. Aber wenn Wasser reinläuft und es nochmal friert, könnte es ihn aus der Wand sprengen."

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Nun wollen die Alpinen den Felsen mit Stahlseil und Winde herausziehen. Bis dahin bleibt die Fläche unterm Brocken großflächig gesperrt.

Die Experten haben großflächig abgesperrt.
Die Experten haben großflächig abgesperrt.  © Thomas Türpe
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Hier klettert der Chef noch selbst! Thomas Löwinger (72, rechts) am Fels.
Hier klettert der Chef noch selbst! Thomas Löwinger (72, rechts) am Fels.  © Thomas Türpe
Löwinger (Mitte) und seine Mitarbeiter hatten jede Option durchgespielt.
Löwinger (Mitte) und seine Mitarbeiter hatten jede Option durchgespielt.  © Thomas Türpe

Laut Bergsteigerbund wurde der Klettergarten in einen alten Steinbruch gehauen, aus dem früher der sehr feste Liebethaler Sandstein für Mühlsteine gewonnen wurde.

Seine Wände sind bis zu 20 Meter hoch, etwa 100 Routen hangeln sich an ihnen entlang. Mit Lagerplätzen und Hängemattenbäumen ist er ein beliebtes Ausflugsziel im Norden Pirnas.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe

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