AfD-Parteitag: Zuspruch für Sachsens-Chef Urban sinkt!

Löbau - Die AfD bestätigte am Samstag bei ihrem Landesparteitag in Löbau ihre Führungsriege - allerdings mit einem Dämpfer. AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla (50) forderte die Partei auf, ihr politisches Profil zu schärfen.

Jörg Urban (61) mahnte seine Partei zu Professionalität und Geschlossenheit. Der Diplomingenieur für Wasserbau führt seit Oktober 2017 die AfD-Fraktion im Landtag.
Jörg Urban (61) mahnte seine Partei zu Professionalität und Geschlossenheit. Der Diplomingenieur für Wasserbau führt seit Oktober 2017 die AfD-Fraktion im Landtag.  © dpa/Sebastian Kahnert

Jörg Urban (61) bleibt zwei weitere Jahre AfD-Parteichef in Sachsen. Er wurde mit 76,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Bei seiner letzten Wahl 2024 kam er auf gut 91 Prozent. Als Zweiter wurde Generalsekretär Jan Zwerg (60) in den Vorstand gewählt. Er bekam nur 66,1 Prozent der Stimmen.

"Das Ergebnis entspricht dem, was ich erwartet habe. Also, es ist in Ordnung, es ist ein stabiles Ergebnis", erklärte Urban danach. Zudem bekräftigte er seine Ambitionen, bei der Landtagswahl 2029 als Spitzenkandidat der AfD anzutreten. AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla wertete Urbans Abschneiden als "stabiles und respektables Ergebnis".

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Jörg Urban rief die Parteimitglieder zu Professionalität und Geschlossenheit auf. Nur so könne man "in diesen stürmischen Zeiten" erfolgreich kämpfen.

Chrupalla lobt Spanien

Leere Stühle beim Parteitag. Sie zeigen nicht, dass die Partei wächst. In Sachsen hat sie aktuell knapp 4300 Mitglieder.
Leere Stühle beim Parteitag. Sie zeigen nicht, dass die Partei wächst. In Sachsen hat sie aktuell knapp 4300 Mitglieder.  © dpa/Sebastian Kahnert

Tino Chrupalla setzte Zielmarken: den Machtwechsel im Bund und im Land 2029. "Wir müssen uns aber auch weiterentwickeln von einer Oppositionspartei hin zu einer Regierungspartei.

Das muss jetzt unsere Aufgabe sein und auch unser nächster Schritt." Er forderte, dass sich die Partei mehr engagiere bei Themen der Wirtschaft und der Sozialpolitik.

Chrupalla äußerte sich auch zum Iran-Krieg und seinen Auswirkungen. Er lobte Spanien, weil das Land seine Basen für den Iran-Krieg gesperrt hat. "Und genau das ist richtig. Spanien mischt sich in diesen Krieg nicht ein", sagte er.

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Chrupalla verwies auf das Grundsatzprogramm der AfD mit dem Ziel, alle noch auf deutschen Boden alliierten Truppen abzuziehen. Namentlich nannte er die US-Truppen, wofür er viel Beifall erhielt.

Titelfoto: Bildmontage: dpa/Sebastian Kahnert (2)

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