Bautzen - Keine drei Minuten - und die Katastrophe war da: Innerhalb weniger Sekunden flutete die Brandschutzanlage das Deutsch-Sorbische Volkstheater in Bautzen. Nun sind die nächsten Aufführungen für Tage abgesagt.
Der Intendant ist resigniert. "Jetzt ist es uns das zweite Mal passiert", sagt Lutz Hillmann (66). "Nach 16 Jahren wieder: Unser Theater ist unter Wasser gesetzt worden durch die Sprühflutanlage."
Im Gegensatz zur Sprinkleranlage ist hier der Name Programm: Innerhalb kürzester Zeit lässt eine solche Anlage Massen an Wasser ab. Rund 6000 Liter flossen so in knappen drei Minuten auf die Bühne, zerstörten am Mittwoch Technik und Scheinwerfer.
Letztere wurden am Donnerstag nun durch eine Spezialfirma abgeholt, um zu sehen, ob sie noch reparabel sind. "Im ganzen Gebäude laufen jetzt Trockner", so eine Theater-Sprecherin. "Wir müssen die Schäden jetzt erst mal erfassen. Bis Dienstag sind alle Veranstaltungen abgesagt."
Hoffnung liegt auf dem nächsten Wochenende: Das Stück "Anatevka" ist ein Gastspiel der Landesbühnen Radebeul.
Spielbetrieb im Burgtheater nicht betroffen
Da diese eigene Technik mitbringen könnten, wäre eine Vorstellung im eingeschränkten Rahmen vorstellbar.
Fest steht das aber noch nicht, denn auch der Boden auf der Bühne hat Wellen geschlagen. Inwiefern diese jetzt noch bespielbar ist, war zunächst noch unklar.
Alle Einschränkungen gelten jedoch nur für das "Große Haus", der Spielbetrieb im Burgtheater läuft regulär weiter.