Amerika abgeschnitten: Brückensperrung spaltet den Forstgarten Tharandt

Tharandt - Ein Garten, zwei Welten und kein Weg dazwischen: Wer den Forstgarten Tharandt besucht, muss sich aktuell im Vorhinein zwischen dem historischen Teil und Nordamerika entscheiden.

Der Forstbotanische Garten Tharandt wurde 1811 gegründet und zählt zu den ältesten wissenschaftlichen Gehölzsammlungen der Welt.  © DPA

Die Zeisiggrundbrücke als einzige Verbindung zwischen den beiden Arealen bleibt wegen Sanierungsarbeiten bis Ende des Jahres gesperrt.

Die Bitumen-Schwarzdecke war nach 23 Jahren abgetragen worden, die Sorge damit groß, dass Nässe zum darunter befindlichen Holzträger durchdringen könne. "Die Begutachtung hat ergeben, dass der Holzträger unversehrt ist", berichtet Ulrich Pietzarka (58), Chef-Wissenschaftler des Forstbotanischen Gartens.

Aktuell laufen noch "vorbereitende Arbeiten", um im Anschluss den neuen Belag auf die Brücke zu legen.

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Dabei gibt es keine andere Verbindung zwischen dem historischen Teil im Osten und dem sogenannten Nordamerika-Quartier im westlichen Teil des Forstgartens.

Besucher müssen daher eine Entscheidung treffen – denn die beiden Teile des Forstgartens werden von der Staatsstraße 194 getrennt und nur durch die gesperrte Zeisiggrundbrücke miteinander verbunden: "Wer den historischen Teil besuchen will, kann in Tharandt parken. Der Nordamerika-Teil ist durch den Kurort Hartha zu erreichen."

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Die Zeisiggrundbrücke verläuft oberhalb der S 194 und ist die einzige Verbindung zwischen den beiden Forstgarten-Seiten.  © Egbert Kamprath
Ein Arbeiter entfernt die alte Bitumen-Schwarzdecke. Bis Ende des Jahres soll die Zeisiggrundbrücke wieder offen sein.  © Egbert Kamprath

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Die Baumaßnahme wird vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) durchgeführt und kostet laut Aussage eines Sprechers rund 800.000 Euro. Bis Dezember sollen die beiden Teile wieder verbunden sein.

"Die schwere Absperrung wurde bereits einmal zur Seite geschoben. Geht nicht über die Brücke. Es besteht die Gefahr, zu stürzen", appelliert Pietzarka an die Vernunft der Besucher.

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