Archäologen machen feurige Entdeckung unter Hotelruine

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Pirna - Unter der Bodenplatte des abgerissenen Hotels "Zum Schwarzen Adler" haben Archäologen in Pirna jetzt sensationelle Entdeckungen gemacht! Wo bald ein moderner Hotelkomplex entstehen soll, haben Experten alte Mauerreste aus Natursteinen und ein historisches Kieselsteinpflaster freigelegt.

Bei den Mauerresten handelt es sich wahrscheinlich um die Unter-/Kellergeschosse von Gebäuden, die darüber in Fachwerkbauweise errichtet worden sind.
Bei den Mauerresten handelt es sich wahrscheinlich um die Unter-/Kellergeschosse von Gebäuden, die darüber in Fachwerkbauweise errichtet worden sind.  © Daniel Förster

Das Spannende: Die frei gegrabenen Sandsteine sind teilweise rötlich verfärbt - für die Forscher ein klares Zeichen für extreme Hitze und dramatische Brände.

Das Landesamt für Archäologie liefert auch gleich die passende Erklärung aus den Geschichtsbüchern: Die dortige Breite Straße wurde in der Vergangenheit mehrfach durch verheerende Feuer zerstört.

Im Jahr 1488 brannte die Straße komplett nieder. Und im Dreißigjährigen Krieg (April 1639) ließ der Pirnaer Stadtkommandant die Vorstadt sogar absichtlich dem Erdboden gleichmachen.

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Er brauchte dringend freies Schussfeld auf die anrückenden schwedischen Truppen.

Zahlreiche Keramikfundstücke konnten die Archäologen ausgraben.
Zahlreiche Keramikfundstücke konnten die Archäologen ausgraben.  © Sebastian Kahnert/dpa
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Die Baustelle liegt im archäologisch relevanten Bereich der Dohnaischen Vorstadt.
Die Baustelle liegt im archäologisch relevanten Bereich der Dohnaischen Vorstadt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Ausgrabungen gehen weiter

So soll das Hotel "Schwarzer Adler" am Dohnaischen Platz in Pirna künftig aussehen.
So soll das Hotel "Schwarzer Adler" am Dohnaischen Platz in Pirna künftig aussehen.  © SeidelStudios

Weil das 3000 Quadratmeter große Baugrundstück in einem historisch extrem wichtigen Bereich liegt, untersucht ein kleines Team aus Wissenschaftlern, Technikern und Freiwilligen die Fläche bereits seit Mitte Mai.

Bis auf eine historische Außenmauer wurde der ruinöse "Schwarze Adler" dafür komplett plattgemacht.

Schon für das 14. Jahrhundert ist an genau dieser Stelle eine Ansiedlung schriftlich bewiesen. Damals entstanden direkt vor den Toren der Stadt die sogenannten Vorstädte, die meistens den Namen des jeweiligen Stadttores trugen.

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Die Ausgrabungen gehen noch weiter, um Pirnas tiefe Geschichte Stück für Stück ans Tageslicht zu bringen.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Kahnert/dpa, Daniel Förster

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