Autoflaute! Sachsens China-Export bricht ein

Kamenz - Jahrelang war China wichtigster Exportpartner für Sachsen. Durch die Krise der hiesigen Autoindustrie hat das Reich der Mitte diese Spitzenposition verloren.

Ein Containerschiff des chinesischen Staatskonzerns Cosco läuft in den Hamburger Hafen ein. Aktuell gehen weniger Waren aus Sachsen ins Reich der Mitte.  © Bildmontage: IMAGO/Winfried Rothermel, 123RF/mrjpeg

Die Wirtschaftszahlen des Statistischen Landesamtes sprechen eine eindeutige Sprache: Im ersten Halbjahr dieses Jahres exportierte der Freistaat nur noch Waren im Gesamtwert von 1,9 Milliarden Euro nach China - und damit 31 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die in das asiatische Land exportierten Waren machten demnach einen Anteil von rund sieben Prozent am 26,2 Milliarden Euro umfassenden sächsischen Gesamtexport aus.

Die Volksrepublik mit einem gigantischen Absatzmarkt fiel somit auf den dritten Platz als wichtigster Handelspartner für Sachsen – nach den USA und dem Vereinigten Königreich. Von 2009 bis 2024 stand sie zuvor noch ununterbrochen an der Spitze.

Sachsen Forschungsprojekt belegt: Sachsen-Polizei hat Sexismus-Problem

Grund für den deutlichen Rückgang seien Exporteinbrüche bei Autos und anderen Erzeugnissen des Kraftfahrzeugbaus, teilte das Landesamt mit.

Anzeige

Deren Warenwert habe sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 760 Millionen Euro nahezu halbiert. Umgekehrt importierte Sachsen aus China im ersten Halbjahr Waren im Gesamtwert von 2,56 Milliarden Euro und damit acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mehr zum Thema Sachsen: