Bedrohte Solarindustrie in Sachsen: Parteien fordern Hilfen aus Berlin

Dresden - Die Krise der Solarbranche in Sachsen war am Mittwoch auch im Landtag Thema. Alle Parteien warnten vor einem erneuten Niedergang dieser Industrie hierzulande und fordern Hilfen vom Bund.

Ein Roboter in der Produktion der Firma Solarwatt.
Ein Roboter in der Produktion der Firma Solarwatt.  © Thomas Türpe

Bei Meyer Burger in Freiberg und Solarwatt in Dresden stehen Standortschließungen im Raum. China dominiert den Weltmarkt, überflutet Europa mit Photovoltaik-Anlagen zu Dumpingpreisen.

Jan Hippold (49, CDU): "Die jüngsten Signale von sächsischen Solarunternehmen sind alarmierend!" Er fordert Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (54, Grüne) auf, schnellstmöglich "Maßnahmen zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen in Europa" zu schaffen.

Daniel Gerber (38, Grüne) sieht Bundesfinanzminister Christian Lindner (45, FDP) in der Pflicht und mahnt "erhöhte Vergütungen für die Verwendung europäischer PV-Komponenten und die Förderung von Investitionen in hiesige Produktionskapazitäten" an.

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Für die AfD ist die Krise "hausgemacht". Sie warf der Koalition "ideologisierte Wirtschaftspolitik" vor und kritisierte den Ausstieg aus Kohle und Atomstrom.

Sachsen will im Bundesrat für Unterstützung der Solar-Branche werben

Jan Hippold (49, CDU).
Jan Hippold (49, CDU).  © PR
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Am Freitag wird Sachsen im Bundesrat für die Unterstützung der Solar-Branche werben. Über einen Solarpakt soll im März im Bundestag abgestimmt werden.

Titelfoto: Thomas Türpe

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