Todesdrama in Sachsen: Steckt ein Femizid dahinter?
Neustadt in Sachsen - Schreckliche Szenen in einer sächsischen Kleinstadt! Die Polizei fand am Dienstagmittag die Leichen von zwei Personen. Eine weitere wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Steckt ein Femizid dahinter?
Laut Polizeidirektion Dresden ging in der Leitstelle am Dienstag gegen 12.40 Uhr ein Notruf ein.
Im Bereich des Mehrgenerationenhauses vom "Arbeiter Samariterbundes" (ASB) in der Maxim-Gorki-Straße in Neustadt in Sachsen (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) hörten Anwohner Schüsse.
Bei den Toten handelt es sich um eine Frau (48) sowie einen Mann (54).
Helena P. (49), die für den ASB tätig war, kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei fand eine Schusswaffe vor Ort, schloss aufgrund der Spurenlage schnell darauf, dass einer der drei der Schütze gewesen sein muss.
Die Waffe wurde sichergestellt. Weitere Infos zum Tatablauf sowie zum Hintergrund sind bislang nicht bekannt. Derweil kursiert in Sicherheitskreisen die Version, dass der Mann versucht habe, der Frau mit einem Blumenstrauß Avancen zu machen, diese aber ablehnte und er sie deshalb erschoss - und die Mitarbeiterin schwer verletzte. Anschließend soll er sich umgebracht haben.
Die Polizei bestätigte diese Version nicht, der ASB wollte sich zu dem Vorgang gegenüber TAG24 nicht äußern.
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Mordkommission Dresden ermittelt
Unmittelbar nach dem Eintreffen der Ordnungshüter begann die Spurensicherung mit der Arbeit. Der Tatort wurde abgesichert. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Stadt dankte den Einsatzkräften und sprach den Opfern sowie den Angehörigen ihr Beileid aus.
Erstmeldung 14.35 Uhr, zuletzt aktualisiert 22.46 Uhr.
Titelfoto: Jürgen Lösel/dpa
