Betrugs-Wahnsinn in Sachsen: Frau stellt Kochtopf mit 190.000 Euro vors Haus und wird abgezockt

Freital - Eine Frau (69) aus Freital ist auf eine äußerst fragwürdige Betrugsmasche hereingefallen und hat rund 190.000 Euro verloren.

Betrüger hatten eine Freitalerin am Telefon dazu aufgefordert, ihre Wertsachen in einen Kochtopf zu legen und diesen vors Haus zu stellen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Gegen Donnerstagmittag erhielt die 69-Jährige einen Anruf von falschen Polizeibeamten, die behaupteten, dass derzeit Diebe in Freital ihr Unwesen treiben würden. Anschließend wird es tragisch und kurios zugleich.

Wie die Polizeidirektion Dresden am Freitag mitteilte, wurde die Seniorin von den Tätern dazu aufgefordert, Bargeld und Schmuck in einen Kochtopf zu legen und diesen vor dem Haus abzustellen. Auf diese Weise sollten ihre Wertsachen angeblich vor den Dieben geschützt werden, behaupteten die Betrüger.

Warum die Frau dieser Aufforderung nachkam, bleibt ein Rätsel. Die logische Konsequenz folgte dagegen prompt.

Sachsen Sachsens Kassenärzte befürchten lange Wartezeiten und volle Notaufnahmen

Nachdem sie den Topf samt wertvollen Inhalts - Bargeld und Schmuck im Wert von rund 190.000 Euro - nach draußen gestellt hatte und zurück in die Wohnung gegangen war, beendeten die Täter das Telefonat und nahmen die Wertsachen an sich. Dann verschwanden sie mit ihrer Beute.

Erst danach merkte die Freitalerin, dass sie betrogen worden war. Immerhin der Kochtopf blieb ihr erhalten.

Anzeige
Die Polizei betont, dass Polizeibeamte niemals zu einem nach Hause kommen würden, um Bargeld oder Schmuck abzuholen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Die Polizei rät unterdessen dazu, sich keineswegs auf Geldforderungen am Telefon einzulassen oder Geld an Unbekannte zu übergeben oder zu überweisen. Die Polizei betont, dass richtige Beamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände von zu Hause abholen kommen.

Mehr zum Thema Sachsen: