Bevor ihnen die Luft ausgeht: Sachsens Tauchvereine haben einen Plan für neue Ausrüstung
Dresden - Unter Wasser ist die Welt plötzlich leise, schwerelos – und für viele Kinder bislang nur schwer erreichbar. Genau das soll sich jetzt ändern: Sachsens Tauchsportvereine wollen jungen Nachwuchs früher ins Wasser holen. Doch dafür fehlt oft das Wichtigste: die passende Ausrüstung.
"Wir haben in Sachsen 28 ehrenamtlich geführte Tauchvereine und überall Nachwuchsprobleme", sagt Jens Bohatzsch (46) vom Tauchclub Dresden-Mitte und vom Landes-Tauchsportverband Sachsen.
Die Idee von einem seiner Schützlinge: Statt dass jeder Verein teuer eigene Kindertechnik anschafft, soll ein landesweiter Ausrüstungspool entstehen. "Warum nur für einen Verein Ausrüstung kaufen, wenn sie alle nutzen können!"
Tauchausbildung ist in Sachsen zwar schon ab acht Jahren erlaubt, doch in der Praxis scheitert es oft an Geld und Material. "Wir haben nicht einfach mal 4000 oder 5000 Euro übrig, um Kinder-Ausrüstung anzuschaffen", erklärt Bohatzsch.
Ziel der Kampagne: 10.000 Euro für 20 kindgerechte Regler und 20 spezielle Jackets, die "mitwachsen". Die Ausrüstung soll allen Vereinen kostenlos zur Verfügung stehen, gelagert wird sie dort, wo sie am meisten genutzt wird.
Scheitert es wirklich am Geld?
"Wenn wir es jetzt nicht schaffen, wird es teurer und deutlich schwerer", so Bohatzsch. Dabei sei der Bedarf groß: "Schwimmvereine sind voll und wir haben richtig guten Zulauf an jungen Menschen."
Der Berufssoldat ist seit 2009 Taucher und weiß, wofür er kämpft: "Tauchen gibt Kindern Sicherheit, Selbstvertrauen und Teamgeist. Es wäre schade, wenn das am Geld scheitert."
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch
