Blitz-Flaute in Sachsen: Expertin äußert sich zum Grund

Von Jasmin Beisiegel

Dresden - Flaute im Freistaat: Ungewöhnlich selten hat es in Sachsen in 2025 geblitzt. Eine Expertin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) klärt über den Grund auf.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Sachsen eine Blitz-Flaute. (Archivfoto)  © Robert Michael/dpa

Nur 4601 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im vergangenen Jahr - so wenige wie noch nie in den bis 2006 zurückgehenden Daten. Das waren zudem deutlich weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2024 (mit 11.182 Einschlägen).

Besonders groß war der Rückgang im gewöhnlich blitzreichen Juni: Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mit etwa 1650 fast zwei Drittel oder gut 2800 Einschläge weniger als im Vorjahr. Auch im August war der Wert mit 244 außergewöhnlich niedrig (2024: 1713).

In den Monaten Februar, November und Oktober wurde 2025 kein Blitz registriert. Das war zum Teil auch in den Vorjahren der Fall.

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Aber warum war 2025 so blitzarm? Wetter ist komplex, die Antwort also vielschichtig, doch ein wichtiger Effekt ist relativ klar: Für Gewitter brauche man feuchte und energiereiche Luftmassen, erklärt Tanja Egerer vom DWD in Offenbach. Und in den meisten der gewitterträchtigen Sommermonate war es diesmal schlicht zu trocken.

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Auch bundesweit hat es sehr selten geblitzt - nur 99.930 Mal. In den Daten von Aldis/Blids findet sich kein Jahr, in dem es auch nur annähernd so wenige Blitze gab. Frühere Jahre weisen sehr viel höhere Werte auf - zwischen 200.000 und über eine halbe Million.

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