Brand hinterlässt 400 Hektar Wald in Asche: "Es war alles ganz still" - so ging es weiter
Brandenburg - Lodernde Flammen haben auch in Deutschland immer wieder verheerende Folgen für Wälder. Doch wie geht es weiter, wenn die einstige Natur in Asche liegt? Die MDR-Doku "Aus der Asche - Was kommt nach dem Waldbrand?" zeigt unter anderem, was aus dem Kiefernwald in Brandenburg geworden ist.
Es ist August 2018, als in einem Kiefernwald in Brandenburg ein Feuer ausbricht, das sich rasant ausbreitet.
Insgesamt 400 Hektar Natur fielen dem Brand zum Opfer. Mehrere Dörfer mussten evakuiert werden und die Rauchschwarten zogen bis ins 50 Kilometer entfernte Berlin.
"Es war alles ganz still" und das Leben über der verbrannten Erde schien wie angehalten, erinnert sich Professor Pierre Ibisch.
Er leitet das Forschungsprojekt PYROPHOB. Darin soll geschaut werden, wie sich verbrannte Waldflächen am besten erholen und ob man Wälder feuersicherer gestalten kann.
Das Problem nach einem Waldbrand: "Es geht sehr viel an Bodenfruchtbarkeit verloren", erklärt Doktor Werner Gerwin. Er hat sich auf die Bodenkunde spezialisiert.
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Jahre nach dem Brand zeigt sich: Bepflanzung war nutzlos
Jahre nach dem verheerenden Feuer in Brandenburg sieht man, wie unterschiedlich der Wald sich wieder entwickelt hat.
Während sich auf naturbelassenen Stellen Zitterpappeln wie von selbst ausgebreitet haben, brachte der Teil, in dem Kiefern gepflanzt wurden, kaum einen Erfolg.
Sechs Jahre alte Bäume sehen mickrig aus. "Das ist hier wirklich ein Totalausfall gewesen und hätte man gleich auf die Natur gesetzt, wäre es einfach gratis gewesen", so der Forscher Pierre Ibisch.
Die Bepflanzung habe sich in diesem Fall finanziell überhaupt nicht gelohnt. Hingegen fangen die naturbelassenen Stellen langsam wieder an zu blühen und auch das eine oder andere Wildtier verirrt sich auf das einst gänzlich niedergebrannte Gebiet.
Die komplette Doku mit vielen weiteren spannenden Einblicken seht Ihr am Montag um 22.25 Uhr im Ersten oder schon jetzt in der ARD-Mediathek.
Titelfoto: Montage: MDR/Capricornum Film/Thomas Quanter; MDR/Capricornum Film/Ústecké; MDR/Capricornum Film/Uwe Müller

