Bürgermeisterwahl in Sachsen: In dieser Stadt gewinnen die "Freien Sachsen"
Aue/Döbeln - Am Sonntag war in Sachsen großer Wahltag. Neben Görlitz und Dippoldiswalde wurde auch in Aue-Bad Schlema (Erzgebirge), Döbeln (Mittelsachsen) und Werdau (Landkreis Zwickau) gewählt. Wir verraten Euch die vorläufigen Ergebnisse.
Während sich die Amtsinhaber von Döbeln und Werdau direkt durchsetzen konnten, wird in Aue-Bad Schlema ein zweiter Wahlgang notwendig sein. Hier erhielt keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen.
Fünf Bewerber ließen sich in Aue als potenzielle Nachfolger für den langjährigen Oberbürgermeister Heinrich Kohl (70, CDU) aufstellen. Doch am Ende erhielt keiner die absolute Mehrheit.
Die meisten Stimmen holte laut vorläufigem Endergebnis, das die Große Kreisstadt am Abend veröffentlichte, Stefan Hartung (36) der "Freien Sachsen" mit 29 Prozent.
Damit landete er deutlich vor dem CDU-Kandidaten Marcus Hoffmann (41), der 23,6 Prozent der Wähler von sich überzeugen konnte. Es folgten Danny Weber (Freie Wähler) mit 22,5 Prozent, Lars Bochmann (AfD) mit 18,5 Prozent und auf dem letzten Platz Tony Neuß von den Linken.
Insgesamt lag die Wahlbeteiligung in der 19.000-Einwohner Stadt bei 60,8 Prozent. "Offiziell festgestellt wird das Wahlergebnis in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinde-Wahlausschusses am 12. Mai, um 17 Uhr im Rathaus Aue", teilte die Stadt mit.
Der zweite Wahlgang ist für den 7. Juni geplant.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
Zwei Oberbürgermeister bleiben in ihrem Amt
In Döbeln kann CDU-Politiker Sven Liebhauser (44) sein Amt als Oberbürgermeister fortsetzten. Laut vorläufigem Endergebnis stimmten 56,4 Prozent der Wähler für den 44-Jährigen, der bereits seit 2019 als Stadtoberhaupt tätig ist. Dahinter landete mit 33,4 Prozent Sven Weißflog von den Freien Wählern.
Für Sven Hofmann von den "Freien Sachsen" entschieden sich 6 Prozent und für Jörg Koitzsch (BSW) 4,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung in der Großen Kreisstadt lag bei 52,4 Prozent.
Auch Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen (62, Unabhängige Liste) konnte erneut überzeugen und erhielt 71,9 Prozent aller Stimmen. Die restlichen Stimmen verteilten sich auf die Herausforderer Philipp Meyer (43, Bürger für Werdau) mit 19,3 Prozent und Willy Leo Lippold (27, Linke) mit 8,8 Prozent.
Jedoch war die Wahlbeteiligung hier sehr niedrig. Mit 47,8 Prozent setzte nicht einmal die Hälfte der Einwohner ihr Kreuz.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Raloh Kunz, Maik Börner

