Karsdorf - Superblitzer sind für Autofahrer nicht so leicht zu erkennen, sie erwischen Raser dank modernster Technik zielsicher und können schnell auf- und abgebaut und dadurch flexibel eingesetzt werden. Wie kann es sein, dass ein solcher Blitzeranhänger schon seit Monaten an der B170 zwischen Dippoldiswalde und Dresden steht?
Der grüne Enforcement Trailer befindet sich gefühlt seit einer Ewigkeit in unmittelbarer Nähe der Haltestelle "Karsdorf" im gleichnamigen Rabenauer Ortsteil am rechten Straßenrand. Hier gilt Tempo 50, ehe Autofahrer den Ort verlassen und bis auf 100 Stundenkilometer beschleunigen dürfen.
Das zuständige Landratsamt bestätigt auf Anfrage von TAG24 den Eindruck einer dauerhaften Standortwahl. Seit dem 3. März 2026 hält der Blitzer in Karsdorf Wache.
Aufgrund einer Bürgerbeschwerde wurde der Radarfallen-Standort unweit des Ortsschilds ausgewählt.
"Der Messstandort liegt in der Nähe einer Fußgängerüberquerung einer Bundesstraße und einer Bushaltestelle, welche sich unmittelbar vor dem Ortsausgang befindet und durch Schulkinder frequentiert wird", begründet das Landratsamt Pirna die Aufstellung.
Landratsamt begründet, wieso der Enforcement Trailer schon seit drei Monaten in Karsdorf blitzt
Auch eine Überquerung der Straße aus dem Ortskern Karsdorf sei nur dann gefahrlos möglich, wenn das Tempolimit von 50 Stundenkilometern überwacht und eingehalten werde, heißt es.
Der Blitzeranhänger befindet sich auf der Wiese, buchstäblich ist über den Enforcement Trailer schon Gras gewachsen.
Doch weil in Karsdorf noch immer Autofahrer schneller als mit 50 km/h unterwegs sind, bleibt der mobile Blitzer (vorerst) stehen.
"Die Beibehaltung des Messstandorts wird anhand der anhaltend hohen Fallzahlen aus den durchgeführten Kontrollen legitimiert", teilt die Behörde gegenüber TAG24 mit.