Das verbindet Sachsen mit der Elfenbeinküste
Dresden - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ihr zweites WM-Gruppenspiel Samstagabend gegen die Elfenbeinküste. Das westafrikanische Land ist hierzulande kein unbeschriebenes Blatt. Sächsische Unternehmen treiben mit der Côte d’Ivoire (franz. Landesname) Handel.
Die Elfenbeinküste belegte im vergangenen Jahr Platz 104 der sächsischen Exportmärkte und Platz 89 beim Import nach Sachsen. Sächsische Unternehmen exportierten Waren im Wert von etwa 4,4 Millionen Euro.
Hauptexportgüter waren Erzeugnisse des Maschinenbaus, Eisen-, Blech- und Metallwaren, Duftstoffe und Körperpflegemittel.
Die Einfuhr nach Sachsen belief sich auf rund 1,6 Mio. Euro. Kupfer, Südfrüchte sowie Kakao und Kakaoerzeugnisse stellten die Hauptimportgüter dar. Dazu muss man wissen: Die Elfenbeinküste ist der größte Kakaoproduzent der Welt.
"Fast die Hälfte des weltweit verarbeiteten Kakaos stammt von dort", sagt Ivo Schaffer (51), der Gründer und Inhaber der Dresdner Schokoladen-Marke Camondas.
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Dresdner Schokoladen-Marke setzt auf Kakao aus der Elfenbeinküste
Schaffer ergänzt: "Der Kakao aus der Elfenbeinküste wird fast ausschließlich für die industrielle Schokoladenherstellung der großen Lebensmittelkonzerne verwendet." Der Unternehmer besuchte 2024 die Elfenbeinküste, um sich vor Ort über die Anbauformen und die Situation der Kakaobauer zu informieren. Die Reise diente der Weiterbildung.
"In unserem Schokoladen-Museum präsentieren wir umfassendes Wissen über Kakao und Dresden als ehemalige Schokoladenhauptstadt Deutschlands." Naschwerk mit Herkunftsnachweis Elfenbeinküste sucht man vergeblich im Camondas-Sortiment.
Titelfoto: privat
