DGB kämpft weiter für das Recht auf Teilzeit
Dresden - DGB-Landes-Chefin Daniela Kolbe (45) hat den Vorstoß aus der Union zur Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeitarbeit zurückgewiesen.
"Hier wird wieder das falsche Bild von den faulen Beschäftigten gemalt", sagte Gewerkschafterin Kolbe und sprach von einem Frontalangriff auf die Beschäftigten.
Eine vom damaligen Gleichstellungsministerium in Auftrag gegebene Studie von 2024 belegt, dass in Sachsen 40 Prozent der Frauen in Teilzeit arbeiten und zehn Prozent der Männer.
"Besonders Mütter mit kleinen Kindern weisen hohe Teilzeitquoten auf, sind jedoch in Sachsen seltener in Teilzeit tätig (48 Prozent) als im gesamten Bundesgebiet (65 Prozent)", heißt es in dem Bericht.
Über den Vorschlag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) soll auf dem Bundesparteitag im Februar abgestimmt werden.
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"Wenn Wirtschaft und Politik mehr Vollzeit wollen, müssen sie die Bedingungen für die Beschäftigten verbessern", sagte Kolbe.
Als Beispiele nannte sie eine Entlastung der Beschäftigten durch bessere Personalschlüssel und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Titelfoto: Fotomontage/imago/Olaf Döring
