Die einen planschen, die anderen schöpfen: Hitzeglocke hat Sachsen fest im Griff
Dresden/Leipzig - Die einen stöhnen, die anderen planschen: Seit Tagen hängt über Sachsen eine Hitzeglocke. Wurde zunächst für Mitte der Woche Abkühlung vorhergesagt, soll es nun die gesamte Woche über bullig heiß bleiben.
Ab ins Freibad oder den Gartenpool: So lautete für viele am Wochenende der Plan. Bei Temperaturen um die 30 Grad ließ es sich in den Seen und Bädern noch am besten aushalten. Schnell füllte sich zum Beispiel das Zschonergrundbad in Dresden.
Neben der schwülen Hitze kam es am Wochenende immer wieder zu heftigen Unwettern. So liefen im Zittauer Gebirge Keller und Straßen voll. In der Olbersdorfer August-Bebel-Straße musste die Feuerwehr ein Wohngebäude auspumpen. Plötzlicher Sturm brach die Drehleiter eines Feuerwehr-Modells in Eichgraben ab.
Die Unwetter sind schwer vorherzusagen, machen so gerade auch den Wetterbericht unsicher. Am Dienstag soll es damit allerdings größtenteils vorbei sein, wobei die Hitze wohl bleiben und noch intensiver wird.
"Wir haben eine sehr schwül-heiße Luftmasse von Südwesten", erklärt Meteorologe Robert Noth (31) vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. "Die geriet unter Tiefdruckeinfluss, was immer wieder zu Hitzegewittern führte."
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Temperaturen bis zu 35 Grad in Dresden erwartet
Blitz und Donner wiederum kommen recht spontan, sorgen dann aber manchmal auch für Abkühlung. Ab Dienstag sollen die Tiefdruck-Einflüsse allerdings verschwinden, was Unwetter unwahrscheinlich macht.
"Mit 28 Grad in Dresden wird wohl der Montag der kühlste Tag", sagt der Experte. "Vor ein paar Tagen dachten wir, die Hitzewelle endet Mitte der Woche, aber wir kriegen sie weiterhin."
Für Donnerstag und Freitag rechnet Noth in Dresden und Umgebung sogar mit Temperaturen bis zu 35 Grad ...
Titelfoto: Montage: Steffen Füssel, Xcitepress
