Sachsen - Während einige Erdbeerfelder in Chemnitz und Umgebung noch mitten in der Blütephase stecken, werden in Mittelsachsen schon die ersten Beeren geerntet. Doch woher kommen die Unterschiede?
Auf den Feldern von Harald (60) und Claudia Funck (56) u. a. in Leukersdorf, Niederwürschnitz und Chemnitz-Altenhain, verzögert sich die Ernte noch etwas.
Auch wenn Claudia Funck kein genaues Startdatum nennen kann, rechnet sie frühestens ab dem 10. Juni, möglicherweise auch erst ab dem 15. Juni mit dem Beginn der Ernte. Dies sei aber in Anbetracht des teils kühlen Monats Mai normal.
Sobald die Saison eröffnet ist, erhalten hier Selbstpflücker Erdbeeren ab 4,50 Euro pro Kilo. Eine Ausnahme bildet das Feld in Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau), das schon ab Donnerstag für Selbstpflücker öffnet.
Auf dem Feld des Obstguts Seelitz in Spernsdorf startete bereits die Ernte
Anders sieht es auf dem Feld des Obstguts Seelitz in Spernsdorf bei Zettlitz aus. Dort startete bereits die Ernte. Dabei handelt es sich um eine besonders zeitige Sorte, sagt Vorstandsvorsitzender Heiko Hübler (59).
Zusätzlich werden die Erdbeeren mit Vlies, einer Art Folie, abgedeckt, die wie ein kleines Gewächshaus wirkt. "Die Beeren sind damit geschützt, die Wärme wird gespeichert und die Feuchtigkeit gehalten.
Die Entwicklung beginnt dadurch schon eher", erklärt er. Auch geschmacklich könnten die frühen Erdbeeren überzeugen: "Sie sind geschmacklich voll und nicht sauer. Wir sind sehr zufrieden." Dennoch gebe es natürlich Unterschiede zwischen den Beeren.
Das Kilo Erdbeeren gibt es derzeit für 10 Euro am Verkaufsstand an der Bushaltestelle an der B175 in Spernsdorf. Ab dieser Woche startet das Obstgut auch mit der Ernte auf den Feldern in Zöllnitz und im Seelitzer Ortsteil Städten. Ab Juni sollen die Flächen dann auch für Selbstpflücker geöffnet werden.