Die Göltzschtalbrücke feiert ihren ersten Whisky

Netzschkau/Dresden - Partystimmung an der größten Ziegelbrücke der Welt: An der Göltzschtalbrücke wurde am Sonntag die Grundsteinlegung vor 180 Jahren gefeiert – und mit dem ersten echten Göltzschtal-Whisky darauf angestoßen.

Hagen Sczepanski vom Brückenverein (v.l.), Landtagsabgeordneter Andreas Heinz, Thomas Michalski von der Dresdner Whisky Manufaktur, Bürgermeister Mike Purfürst und Jörg Hans von der Dresdner Whisky Manufaktur testen den Göltzschtal-Whisky.  © Ralph Kunz

Fünf Monate lagerten zwei 225-Liter-Fässer der Dresdner Whisky Manufaktur im berühmtesten Bauwerk des Vogtlandes. Manufaktur-Mitbegründer Frank Leichsenring (64) probierte am Sonntag hochoffiziell und befand: "Rund. Wohlschmeckend. Passt in die Landschaft."

Der edle Tropfen wird nach dem Abfüllen in 800 nummerierte Flaschen ebenso edel verpackt: in eine Holzbox, die neben einem von Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst (58) unterschriebenen Echtheitszertifikat auch ein Stück Ziegel aus der berühmten Brücke in Keksgröße enthält. Das Material stammt aus Steinen, die im Zuge von Bauarbeiten ausgetauscht werden mussten.

Die Hälfte des Brückenwhiskys, der 149 Euro pro Flasche kostet, wird von der Stadtverwaltung Netzschkau ab dem 25. Juli für einen guten Zweck verkauft: Die Einnahmen kommen dem Förderverein der Göltzschtalbrücke zugute. Die andere Hälfte gibt es demnächst in der Dresdner Whisky Manufaktur.

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Das Etikett des Göltzschtal-Whiskys zeigt seine Herkunft.  © Ralph Kunz

Nach dem geglückten Reifeversuch im Bauch der Riesenbrücke denken die Initiatoren schon weiter: "Wir haben noch mehr Pläne an der Göltzsch", sagte Jörg Hans (57), Geschäftsführer der Manufaktur. Deshalb bleibt der genaue Ort, an dem der Brückenwhisky im Bauwerk eingelagert wurde, ein Geheimnis.

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