Düstere Prognose: Arbeitslosigkeit in Sachsen wird 2026 rasant ansteigen

Dresden - Katerstimmung auf Sachsens Arbeitsmarkt: War die Zahl der Arbeitslosen über Jahre gesunken, hat sich der Trend mittlerweile ins Gegenteil gedreht.

Andrang im Jobcenter - die Zahl der Arbeitslosen nähert sich dem hohen Niveau von vor zehn Jahren.  © DPA

Im neuen Jahr erwartet die Arbeitsagentur einen weiteren Anstieg - vor allem bei jungen Menschen.

Für 2026 sind die Aussichten mau. "Die Arbeitslosigkeit wird steigen", sagt Klaus-Peter Hansen, Chef der Landesarbeitsagentur. "Wir werden uns mit 7,x bei der Arbeitslosenquote anfreunden müssen." Das wären mehr als 150.000 Arbeitslose im Freistaat.

War Sachsen viele Jahre an einen vitalen Arbeitsmarkt gewöhnt, hat sich der Trend längst umgekehrt. Im November waren fast 145.900 Menschen arbeitslos gemeldet - eine Quote von 6,8 Prozent. Höher war die Zahl zuletzt 2015.

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Betroffen sind vor allem junge Menschen. So ist die Jugendarbeitslosigkeit von ihrem Tiefststand im Jahr 2019 mit rund 9500 auf zuletzt fast 14.900 geklettert. Damit ist aktuell etwa jeder zehnte Arbeitslose jünger als 25.

Ein genauer Blick hinter die Zahlen zeigt zudem, dass heute die Struktur der Arbeitslosigkeit anders ist als vor zehn Jahren. Hansen: "Wir haben wesentlich mehr Menschen ohne Berufsabschluss und deutlich mehr mit Migrationshintergrund."

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Klaus-Peter Hansen (63), Chef der Landesarbeitsagentur, prophezeit für 2026 steigende Arbeitslosigkeit, vor allem bei jungen Menschen.  © DPA

Spürbarer Jobabbau auch in Sachsen

Die Flaute in wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau und der Autoindustrie hat zu spürbarem Jobabbau geführt.

So ist die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe binnen Jahresfrist um etwa 9800 Menschen gesunken.

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