Augustusburg - Außergewöhnliche Fahrzeuge sind ab Samstag auf Schloss Augustusburg im Motorradmuseum zu sehen. Inmitten der sonst üblichen Motorräder präsentiert eine neue Sonderschau insgesamt acht Maschinen, die mit kuriosen, skurrilen und exzentrischen Konstruktionen weit von den vertrauten Bauformen abweichen.
Zu den Exponaten gehören auch ein Lastenrad mit Propellerantrieb aus den 1980er-Jahren sowie ein strahlbetriebenes Zweirad von 1992, das Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h erreichen kann.
Ebenfalls Teil der Ausstellung ist ein von Tüftlern umgebautes Fahrrad mit Hilfsmotor, das bis zu 36 km/h schnell fährt.
Dabei ist nicht nur das Fahrzeug skurril, sondern auch seine Geschichte. "Die Polizei zog das Fahrzeug 2024 aus dem Verkehr und ließ ein Gutachten erstellen", erzählt Ausstellungsleiterin Claudia Glashauser (39).
Dafür wurde eigens der Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf gesperrt, um das Fahrzeug zu testen und nachzuweisen, dass es sich rechtlich nicht um ein Fahrrad handele.
Schließlich übergab die Polizei das Fahrzeug samt DEKRA-Gutachten dem Museum. Die Hintergründe dazu können Besucher ab Samstag ausführlich in der Ausstellung nachlesen.
Neben den Einzelanfertigungen werden auch seltene Serienmodelle gezeigt. Dazu zählt das Bond Minibyke aus den 1950er-Jahren, das nur für kurze Zeit produziert wurde.
Die Sonderschau ist bis zum 2. Mai 2027 zu sehen. Der Eintritt kostet für Kinder 8 Euro, Erwachsene zahlen 10 Euro.