Doppel-Nussknacker aus dem Erzgebirge geht in Serie

Seiffen - Vor einem Monat sorgte der "Knack-Dialog" für Aufsehen. Gemeinsam mit der Hamburger Agentur Scholz & Friends hatte Holzspielzeugmacher Markus Füchtner (45) dem erzgebirgischen Nussknacker als Doppelfigur ein neues Gesicht gegeben. Die Reaktionen auf die ungewöhnlichen Figuren seien überraschend positiv ausgefallen, sagt Füchtner: "Ich hatte mit mehr Gegenwind gerechnet. Gerade hier im Erzgebirge, wo Tradition hochgehalten wird."

Holzspielmacher Markus Füchtner (45) drechselt einen Rohling in der Werkstatt.  © Uwe Meinhold

Der Urururenkel des Nussknacker-Erfinders Friedrich Wilhelm Füchtner (1844-1923) hatte Studenten neun moderne Entwürfe für einen Nussknacker der Zukunft entwickeln lassen, die er anschließend in seiner Seiffener Werkstatt als funktionsfähige Figuren handwerklich umgesetzt hat.

Diese sollen am 24. Juni in Leipzig versteigert werden. Der Erlös fließt in die Initiative "Mission Wilhelm". Ziel: junge Leute in der Region halten und das Image des Handwerks auffrischen.

Parallel laufen die nächsten Schritte bereits auf Hochtouren. Der verrückte Nussknacker soll nicht nur ein Kunstobjekt bleiben. Füchtner bestätigt: Eine Kleinserie ist geplant - möglichst schon fürs Weihnachtsgeschäft. Der Preis stehe noch nicht fest.

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Nicole Thalheim (46) von der Agentur Scholz & Friends aus Hamburg hat die Nussknacker-Idee entwickelt.  © PR
Markus Füchtner (45) aus Seiffen hat Doppel-Nussknacker produziert, die per Magnet zusammengesteckt werden und gemeinsam eine Nuss knacken.  © Uwe Meinhold

Den kreativen Anstoß hatte die Hamburger Agentur Scholz & Friends geliefert. Nicole Thalheim (46) nennt es ihr "Herzensprojekt, weil mich die Verbindung aus traditionellem Kunsthandwerk und modernem Design total fasziniert".

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