Eine Sensation: Bayer schenkt Seiffen weltgrößte Nussknacker-Sammlung

Seiffen - Das Spielzeugmuseum in Seiffen (Erzgebirge) hat die weltgrößte Nussknacker-Sammlung geschenkt bekommen! Ein Sammler aus Bayern trennt sich von mehr als 2000 seltenen Stücken, die aus der ganzen Welt stammen - die ältesten sind Hunderte Jahre alt.

Sammler Adolf Heidenreich (85) und seine Frau Ute leben in ihrem Haus mit mehr als 2000 Nussknackern.  © Nico Schimmelpfennig

"Das ist für Seiffen eine Sensation und wird eine museale Wirkung für die ganze Region entfalten", jubelt Tino Günther (63) vom Förderverein. "Der Wert der Sammlung wird auf eine Million Euro geschätzt."

Mehr als 40 Jahre lang trug Adolf Heidenreich (85) aus Gemünden am Main eine einzigartige Sammlung zusammen, die dokumentiert, wie Menschen über Jahrhunderte an den nahrhaften Kern hinter einer harten Schale gelangten. Die Nussknacker stammen aus Europa, Indien und Afrika.

Tino Günther: "Der älteste Metall-Nussknacker ist auf das 15. Jahrhundert datiert. Der älteste aus Holz wurde 1820 in Thüringen gefertigt und stellt Napoleon dar."

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Aus Altersgründen suchte Adolf Heidenreich einen Ort, an dem sein sammlerisches Lebenswerk öffentlich ausgestellt wird. "Es gab viele Interessenten. Am Ende haben wir sie bekommen. Die Schenkungsurkunde wurde kürzlich unterschrieben", freut sich Tino Günther.

Im Sommer zieht die Sammlung aus Gemünden nach Seiffen um. Die ersten Stücke sollen ab Herbst unter dem Namen Heidenreich-Sammlung mit der Wiedereröffnung des Museums nach seiner Renovierung gezeigt werden.

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Rund ein Fünftel der Nussknacker-Sammlung stammt aus dem Erzgebirge.  © Nico Schimmelpfennig
Die Schubladen sind mit Metall-Nussknackern gefüllt.  © Nico Schimmelpfennig
Dieser Napoleon-Nussknacker entstand 1820 in Thüringen.  © Nico Schimmelpfennig

"Langfristig braucht es ein neues museales Konzept und eine Erweiterung der Räumlichkeiten", so Günther. "Adolf Heidenreich wird jederzeit unser Ehrengast in Seiffen sein."

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