Marienberg - Nach rund fünf Jahren aufwendiger Sanierungsarbeiten ist der "Grüne Graben" im Schwarzwassertal im Erzgebirge im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) am Donnerstag feierlich wieder eröffnet worden. Ein Stück sächsische Bergbaugeschichte erstrahlt damit in neuer Pracht.
Der rund acht Kilometer lange Wassergraben gilt als eines der bedeutendsten technischen Denkmale der Region. Bereits 1680 in Betrieb genommen, wurde über ihn Wasser aus der Schwarzen Pockau bei Kühnhaide über die Wasserscheide nach Pobershau geleitet. Damit war er einst lebenswichtige Energiequelle für den Bergbau.
"Ein starkes Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit unserem kulturellen Erbe", lobt Ministerpräsident Kretschmer das Bauprojekt. "Durch die Freigabe des letzten Abschnitts erhalten die Menschen im Erzgebirge einen beliebten Wanderweg zurück."
Auch Forstminister Georg Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) zeigte sich begeistert: Der "Grüne Graben" sei ein "Meisterstück des technischen Könnens unserer Vorfahren".
Insgesamt flossen rund drei Millionen Euro des Freistaates in die Restaurierung: Brücken wurden erneuert, Böschungen gesichert, Wasserläufe wiederhergestellt und sogar neue Fußgängerbrücken geschaffen.