Nach Straßeneinbruch in Annaberg: Vollsperrung voraussichtlich bis 2027

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Annaberg-Buchholz - Vor zehn Tagen sorgte ein 15 Meter tiefes Erdloch in Annaberg-Buchholz (Erzgebirge) für Aufregung. Die Bärensteiner Straße musste gesperrt werden. Wie laufen die Untersuchungen? Die Stadt gab am Freitag einen Einblick in die Arbeiten.

Großes Glück: Beim Einbruch der Straße wurde niemand verletzt.
Großes Glück: Beim Einbruch der Straße wurde niemand verletzt.  © André März

Die Sicherungs- und Erkundungsarbeiten im Schadensbereich laufen planmäßig und auf Hochtouren: Die Baustelle wurde vollständig eingerichtet, die Verkehrssicherung erweitert und mit den weiteren Aufbrucharbeiten im Bereich der Fahrbahn begonnen.

Zurzeit wird das Baufeld weiter freigemacht, um die Ausdehnung des Hohlraums sowie die geologischen und bergtechnischen Verhältnisse unterhalb der Fahrbahn umfassend untersuchen zu können.

Die Dauer dieses Prozedere wird voraussichtlich noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Erst im Anschluss und auf Grundlage der dabei gewonnen Erkenntnisse kann über die konkrete Art und den Umfang der dauerhaften Sicherungsmaßnahmen entschieden werden.

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Konkret heißt dies: Die Bärensteiner Straße muss weiterhin voll gesperrt bleiben. Der öffentliche Personennahverkehr, insbesondere der Schülerverkehr, ist weiterhin über die eingerichtete Ersatzhaltestelle in der Annenstraße abgesichert.

Auch die Gewerbestandorte an der Bärensteiner Straße bleiben uneingeschränkt erreichbar. 

Nach dem aktuellen Kenntnisstand der Stadt muss davon ausgegangen werden, dass die Sperrung der Bärensteiner Straße noch bis in das Jahr 2027 erforderlich sein wird.

Auf eine Fahrbahnsenkung folgte der Straßeneinbruch

Die Erkundungstour des Loches dauert weiterhin an.
Die Erkundungstour des Loches dauert weiterhin an.  © Stadt Annaberg-Buchholz

"Die bisherigen Untersuchungen führen zu der begründeten Annahme, dass der Tagesbruch im Bereich historischer Grubenbaue entstanden ist", erläutert die Stadt die aktuellen Erkenntnisse.

Dabei war die Bärensteiner Straße bereits Anfang Juni aufgrund einer Fahrbahnabsenkung in den Fokus geraten. Daraus entstand nur wenige Tage später das Loch.

Nach ersten Sicherungsmaßnahmen am 16. Juni entdeckte man bei einer Erkundungsöffnung einen größeren Hohlraum.

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Die Gefahrenstelle konnte umgehend innerhalb weniger Stunden abgesichert, die Gasleitung getrennt und die Stromversorgung angepasst werden.

Währenddessen steht der Eröffnung des Edeka-Marktes nicht weit entfernt auf der Bahnhofstraße nichts mehr im Wege. Nachdem sich die Bauarbeiten dort wegen eines Stollen-Funds verzögert hatten, soll die neue Filiale Mitte August öffnen.

Titelfoto: André März

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