Grünhain-Beierfeld - Aktuell raucht es wieder gegenüber dem Hotel Köhlerhütte im erzgebirgischen Grünhain-Beierfeld: Dort wurde am Sonntag der Kohlemeiler entzündet. Eine Woche lang wird in dem Holzhaufen hochwertige Holzkohle hergestellt – nach alter Köhler-Art.
Nun heißt es wieder "Gut Brand"! Bereits seit Donnerstag haben bis zu zwölf Leute mitgeholfen, im Ortsteil Waschleithe 18 Raummeter Buchenholz-Stämme aufzuschichten (Höhe: 2,10 Meter), mit Reisig abzudecken und durch Holzkohle versehene Erde abzudichten. Das Holz stammt aus dem örtlichen Wald.
Am Sonntag wurde der Meiler dann entzündet. Bei einer Temperatur von 500 Grad schwelt nun das Holz die gesamte Woche über. Am Samstag wird die Temperatur schließlich heruntergefahren.
"Am Sonntag wird die Holzkohle geerntet", erzählt Hobby-Köhler Heiko Schmidt (59), der das Hotel Köhlerhütte leitet. Ziel ist es, 700 Kilo Holzkohle zu gewinnen und am Sonntag zu verkaufen.
Während der Verschwelung wird dem Holz das Wasser entzogen, sodass daraus Holzkohle entstehen kann. Für Schmidt ist es das 13. Mal, dass er einen Kohlemeiler gegenüber seinem Hotel betreibt.
Was ist der Unterschied zwischen traditionell hergestellter Holzkohle und der Kohle, die man im Baumarkt bekommt? "Im Gegensatz zu dem, was man im Baumarkt bekommt, haben wir einen Kohlenstoffgehalt von 90 bis 95 Prozent."
Bedeutet: Der Brennwert ist um einiges höher als die übliche Kohle. Die nächste Kohlemeiler-Aktion findet in zwei Jahren statt. "Es geht darum, dass dieses Handwerk nicht ausstirbt."