Wenn Seppel auf Touren kommt: Dieser Trabi fährt seit 28 Jahren Rallye

Lössnitz - Wenn am Samstag an der Lößnitzer Erzgebirgshalle gut 40 Boliden zum 2. ADAC Rallyesprint starten, röhrt auch ein ganz besonderer Ost-Klassiker über die Strecke: Michael Schröder (49) ist mit seinem "Seppel" dabei. Der kleine Kult-Flitzer ist ein Trabi 601 (Baujahr: 1990) und alles andere als ein Museumsstück auf Rädern.

Gehen heute beim Lößnitzer Rallye-Sprint ins Rennen: Michael Schröder (r.) und Stefan Kupsch.  © privat

Seit 28 Jahren ist die Rennpappe im Rallyesport unterwegs: "Seppel ist nach Reglement neu aufgebaut mit leistungsstärkerem Motor und Sitzgurten - wie ein modernes Westauto."

Beim Rallye-Sprint wartet eine fünf Kilometer lange Prüfung, die dreimal gefahren wird.

Für Schröder ist genau das der Reiz: kürzer, übersichtlicher, günstiger - und perfekt, um sich von Runde zu Runde zu verbessern.

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"Man kann auch mal was probieren, was ändern", sagt der Messtechniker aus Wildbach im Erzgebirge. Die Bestzeit ist für ihn aber nicht alles. "Mit einem Trabi fährt man keinen Sieg mehr", sagt er trocken.

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Rund um Lößnitz geht es durch enge Ortsstraßen und Erzgebirgs-Kulisse

Trabi "Seppel" fährt seit 28 Jahren Rennen.  © Wolfgang Dittrich

Viel wichtiger sei, den Fans an der Strecke etwas zu bieten. "Wir wollen den Spaß, den wir im Auto haben, auch nach außen tragen."

Und Spaß verspricht die Strecke reichlich. Rund um Lößnitz geht es durch enge Ortsstraßen und Erzgebirgs-Kulisse.

"Durch enge Ortsstraßen zu fahren, macht besonders viel Spaß", sagt der Rallye-Pilot. Neben ihm sitzt Stefan Kupsch vom AMC Chemnitz, Schröder startet seit 29 Jahren für den MC Grünhain.

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Was ihn an Rallye fasziniert? "Der Teamsport", sagt er. "Als Fahrer kann ich nichts alleine machen, außer das Auto in den Graben legen. Für alles andere braucht man ringsrum ein Team."

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