Wahlkrimi in Aue: Mit diesen Themen wollen die OB-Kandidaten gewinnen
Aue - Am Sonntag haben es die Bürger von Aue-Bad Schlema (Erzgebirge) in der Hand: Sie wählen einen neuen Oberbürgermeister. Weil im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, geht es nun in die Stichwahl. Derjenige mit den meisten Stimmen gewinnt. Zur Auswahl stehen Marcus Hoffmann (41, CDU) und Stefan Hartung (37, "Freie Sachsen"). TAG24 stellt beide Kandidaten und ihre Themen vor.
CDU-Kandidat Marcus Hoffmann setzt auf Stadtentwicklung und Sicherheit
CDU-Kandidat Marcus Hoffmann will Aue lebenswerter machen: alte Ruinen abreißen, Plätze und Straßen aufwerten und damit das Stadtimage aufwerten. Auch der Tourismus soll weiter aufrechterhalten werden.
"Besonders wichtig sind ebenfalls die nächsten Generationen. Sie wünschen sich Raum für ihre Ideen und unser Vertrauen", schreibt Hoffmann.
Für die jungen Leute will er Kreativflächen erschaffen und damit etwas gegen die demografische Entwicklung machen.
Dazu stehen bezahlbarer Wohnraum, bessere Kitas/Schulen und Maßnahmen gegen die Vermüllung in seinem Wahlprogramm.
Auch das Thema Sicherheit greift Hoffmann auf: Prävention an Schulen und im öffentlichen Bereich, mehr Beleuchtung in dunklen Ecken und mehr Polizei bzw. einen professionellen Sicherheitsdienst auf den Straßen. Ebenso spricht er sich für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und einen starken ÖPNV aus.
Der 41-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder und verspricht eine "bürgernahe, verlässliche und zukunftsorientierte Kommunalpolitik". Er holte im ersten Wahlgang die zweitmeisten Stimmen.
"Freie Sachsen"-Kandidat Stefan Hartung: Migrations- und Sicherheitspolitik im Fokus
Stefan Hartung von den rechtsextremen "Freien Sachsen" setzt vor allem auf das Thema Flüchtlinge und Migration.
Der 37-Jährige, der lange in der rechtsextremen NPD (heute: "Die Heimat") aktiv war, kritisiert die aktuelle Flüchtlingspolitik massiv. Zwar spricht er sich für qualifizierte Zuwanderung aus, will jedoch "keine Toleranz" für alle diejenigen, die keine Jobs haben oder kriminell werden.
Allerdings: Eine Wende in der Migrationspolitik liegt nicht in der Hand eines Oberbürgermeisters. Hartung wolle aber auf Kommunal- und Landesebene den Verantwortlichen "auf die Finger klopfen", sagte er in einem MDR-Beitrag.
Weitere Themen in seinem Wahlprogramm: mehr Bürgerbeteiligung und niedrige Kita-Beiträge. Dazu spricht er sich für eine belebtere Innenstadt aus - das verknüpft Hartung ebenfalls mit dem Thema Sicherheit.
"Die Belebung der Innenstadt ist untrennbar mit der Sicherheitslage verknüpft, da viele Einwohner den Gang in die Stadt aus Angst bewusst meiden", heißt es im Wahlprogramm.
Der 37-Jährige ist verheiratet, hat drei Kinder. Sein Wahlerfolg im ersten Wahlgang löste eine hitzige Debatte aus. Der Grund: Die "Freien Sachsen" werden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Partei eingestuft.
"Die 'Freien Sachsen' sind eine als Partei organisierte Gruppierung von Neonationalsozialisten, 'Die Heimat'-Funktionären und weiteren Szeneangehörigen oder -sympathisanten", heißt es dazu.
Titelfoto: Bildmontage: Maik Börner, PR

