Zu faul zum Brüten: Zoo-Chef geht seinem Emu an die großen Eier

Aue-Bad Schlema - Im Zoo der Minis im Erzgebirge ist für Emu Franz (4) eigentlich Brutzeit. Doch während der Auer Ur-Emu Curly einst Berühmtheit erlangte, weil er sogar Eimer ausbrüten wollte, zeigt Nachfolger Franz bisher wenig Interesse am Brutgeschäft. Deshalb geht ihm Zoo-Chef Peter Hömke (39) jetzt an die Eier – und verkauft sie für einen guten Zweck.

Emu-Dame Hanna (5) hat umsonst gelegt – ihr fauler Partner Franz will nicht brüten.  © Uwe Meinhold

Emu-Henne Hanna (5) legt derzeit fleißig ein dunkelgrünes Riesen-Ei nach dem anderen ins Nest – mittlerweile fast 20. Franz hingegen ignoriert den potenziellen Nachwuchs.

"Das kann an seinem noch jungen Alter liegen, aber es gibt auch Emu-Männer, die gar nicht brüten wollen", rätselt Hömke.

Der Zoo macht aus der ungenutzten Eier-Schwemme jetzt eine willkommene Einnahmequelle: "Wir verkaufen sie ausgeblasen für 20 Euro das Stück als Dekoration. Auf Wunsch werden sie auch verschickt", sagt der Zoo-Chef. "Das Geld können wir in Zeiten knapper Kassen sehr gut gebrauchen."

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Minizoo-Chef Peter Hömke (39) zeigt die imposanten Emu-Eier.  © Uwe Meinhold

Der Zoo der Minis hat täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet, am Ostersonntag von 10 bis 17 Uhr. An diesem Tag hoppeln auch die Osterhasen Karl und Karla durchs Gelände, es gibt extra Schaufütterungen, eine Zoorallye, Ponyreiten und Bastelangebote.

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