Felder erntereif, doch anhaltender Regen bremst Sachsens Bauern aus

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Dresden - Noch im Juni hatten uns die "Wetter-Experten" einen besonders trockenen Hitzesommer vorausgesagt. Jetzt ist das Gegenteil eingetreten. Und Sachsens Bauern droht die Ernte im Regenmeer davonzuschwimmen.

"Das Zeitfenster wird immer enger", sagt Andreas Jahnel vom sächsischen Bauernverband.
"Das Zeitfenster wird immer enger", sagt Andreas Jahnel vom sächsischen Bauernverband.  © Steffen Füssel

Vor gut einem Monat haben die hiesigen Landwirte die Getreideernte eingeläutet. Doch noch immer steht viel Korn und Raps auf den Feldern. Denn die Ernte kommt wegen des vielen Regens nur schleppend voran.

Die Wintergerste sei erst zu etwa 60 Prozent vom Feld, beim Winterweizen seien es weniger als fünf Prozent, verkündet Andreas Jahnel vom sächsischen Bauernverband.

"Generell brauchen wir Regen, aber er kommt jetzt zur falschen Zeit." Noch sei die Situation nicht problematisch, sagt Jahnel. Aber es müsse rasch trockener werden, damit die Ernte an Tempo gewinnen könne.

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Vor allem auf Feldern im Gebirge und in Vorgebirgsregionen steht noch viel Getreide. Ist der Boden zu nass, könnten die Bauern mit ihren Maschinen nicht auf die Felder, erklärt Jahnel. Auch dürfe das Getreide bei der Ernte nicht zu feucht sein. Fatal sei auch, wenn die Körner auf dem Halm auskeimen.

Diese Gerste steht noch auf dem Feld.
Diese Gerste steht noch auf dem Feld.  © Sebastian Kahnert/dpa
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Nach der Ernte ist vor der Ernte

Mit einem Mähdrescher nutzt ein Landwirt eine Regenpause, um sein Weizenfeld abzuernten.
Mit einem Mähdrescher nutzt ein Landwirt eine Regenpause, um sein Weizenfeld abzuernten.  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Generell führen Qualitätseinbußen zu Abzügen bei den ohnehin schlechten Getreidepreisen. Die seien aktuell ein "Riesen-Dilemma" für die Landwirte, beklagt der Mann vom Bauernverband.

Wenn Regenwetter die Ernte von Getreide und Raps weiter ausbremst, kommen die Bauern zunehmend in Bedrängnis. "Das Zeitfenster wird dann immer enger", betont Jahnel.

Zum einen werden die Tage kürzer, sodass weniger Zeit für die Ernte bleibe. Zum anderen drängten die Folgearbeiten auf den Äckern wie Bodenbearbeitung und Herbstaussaat.

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Denn für die Bauern ist nach der Ernte vor der Ernte: Sie müssen dann die Felder fürs kommende Jahr bestellen.

Titelfoto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

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