Falscher Aufguss! Nackte Frau fackelt ganze Sauna ab

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Radebeul - "Megafit"-Kundin Thi V. (35) wollte die Sauna des Fitnessstudios zwischen Radebeul und Coswig anheizen. Doch ihr mitgebrachtes Aufgussmittel steckte den Keller in Brand. Ex-Studiobetreiber Sebastian Eckner (33) steht vor den Scherben seiner Existenz.
Schmauchspuren der Flammen am Keller des Megadromes.
Schmauchspuren der Flammen am Keller des Megadromes.  © Freiwillige Feuerwehr Coswig

"Ich sehe es nicht ein, wegen eines Fehlers von jemand anderen in Privatinsolvenz zu gehen", sagt Eckner zu TAG24. Mitten in der Pandemie übernahm der Fitnesstrainer 2021 das Studio auf dem Grundstück der Radebeuler Großraumdisko "Megadrome".

Mit viel Herzblut brachte er es nach Corona zum Laufen, zählte am Ende gute 1000 Mitglieder. Doch längst musste er sein Gewerbe aufgeben.

Denn am Vormittag des 18. November 2023 standen plötzlich Sauna, Umkleiden und Abstellkammern in Flammen. Seine Kundin hatte sich verbotenerweise Aufgussmittel in einer Trinkflasche mitgebracht.

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Splitterfasernackt betrat sie das Schwitzbad - und spritzte das Mittel auf den heißen Saunaofen. Dann kam es wohl zu einer Verpuffung, so Eckner weiter.

Statt langsam aufzugießen spritzte die Vietnamesin ihr mitgebrachtes Mittel auf den Ofen - mit verheerenden Folgen.
Statt langsam aufzugießen spritzte die Vietnamesin ihr mitgebrachtes Mittel auf den Ofen - mit verheerenden Folgen.  © IMAGO/Shotshop
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Dichter Qualm steigt aus dem Keller auf.
Dichter Qualm steigt aus dem Keller auf.  © privat

Eckner im Streit mit seiner Versicherung

Von der einst geräumigen Sauna blieb nur Asche übrig.
Von der einst geräumigen Sauna blieb nur Asche übrig.  © privat

Der Entspannungsort stand in Vollbrand. Die Feuerwehr kämpfte knapp sieben Stunden lang mit den Flammen, die die untere Etage verwüsteten, den Trainingsbereich in Ruß einhüllten. Lange war nicht klar, ob die Decke noch einstürzen könnte. Schaden: knapp 600.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Strafbefehl wegen fahrlässiger Brandstiftung beantragt. Die Vietnamesin Thi V. soll 2700 Euro Strafe zahlen. Im Streit mit ihrer Versicherung blieb Eckner bislang zum Teil auf den Kosten sitzen.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Shotshop, privat

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