Fledermausrufe im Naturschutzgebiet: Drei neue Arten entdeckt

Königsbrück - Überraschung in der Königsbrücker Heide: Zu den bereits bekannten Fledermausarten gesellen sich drei weitere hinzu! Eingefangen wurden die Rufe der Fledertiere von sogenannten "Batcordern".

Das Vorkommen der Braunen Langohren in der Königsbrücker Heide ist schon länger bekannt.  © NSG-Verwaltung

Mithilfe solcher Geräte findet seit 2025 im Wildnisgebiet Königsbrücker Heide, rund 30 Kilometer nödlich von Dresden ein Monitoring zum Fledermaus-Vorkommen statt.

Schon im ersten Jahr die große Überraschung, wie die Naturschutzgebietsverwaltung Königsbrücker Heide/Gohrischheide Zeithain am Freitag mitteilt:

"Zu den bisher bekannten Fledermausarten im Schutzgebiet konnten insgesamt drei Arten erstmals nachgewiesen werden."

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Bislang waren 14 Arten bekannt, die in dem nordsächsischen Waldgebiet leben. Zu ihnen gesellen sich nun auch offiziell die Nymphenfledermaus, der Kleine Abendsegler und die Zweifarbfledermaus.

Ultraschall-Aufnahmegeräte - die besagten "Batcorder" - hatten ihre Rufaktivität aufgezeichnet und für den Menschen hörbar gemacht. Die Rekorder werden seit vergangenem Jahr von März bis Oktober an festen Standorten und in unterschiedlichen Lebensräumen des Schutzgebietes installiert.

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Blick vom Haselbergturm auf die Königsbrücker Heide.  © Thomas Türpe

Fledermausartenreichtum in der Königsbrücker Heide

"Der Nachweis neuer Fledermausarten und die zusätzlich gewonnenen Informationen zu Aktivitäten und räumlichen Verteilungen der Arten im Schutzgebiet ergänzen bisherige Untersuchungen sinnvoll", freut sich Dr. Torsten Bittner, Referent für Arten- und Biotopschutz in der Naturschutzgebietsverwaltung.

"Mit jeder weiteren Erfassungssaison steigt die Aussagekraft der Daten, sodass sich langfristige Trends zuverlässig erkennen lassen."

Die Königsbrücker Heide ist mit den insgesamt 17 nachgewiesenen Arten, darunter unter anderem die Mopsfledermaus, die Braunen Langohren und die Bechsteinfledermaus, sehr fledermausartenreich. Vor allem letztere unterstreicht mit ihrem Vorkommen "den hohen ökologischen Wert der großflächigen Waldlebensräume innerhalb des Wildnisgebietes".

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