Freiberger Stadtrat stimmt für Abwahl von Randale-OB
Von Andreas Hummel, Alexander Bischoff
Freiberg - Die Geduld hat ein Ende: Die Freiberger sollen am 31. Januar über die Zukunft ihres abgetauchten OB Philipp Preißler (41, Freie Wähler) entscheiden. Am Donnerstag brachte der Stadtrat dazu mit großer Mehrheit ein Abwahlverfahren auf den Weg.
Mit 32 Für-Stimmen und lediglich zwei Enthaltungen folgte der Stadtrat dem Antrag der Freien Wähler auf Abwahl Preißlers. Nun liegt dessen Schicksal in den Händen der Bürger.
Um die Abwahl zu bestätigen, zählt am 31. Januar nicht allein die Mehrheit der Ja-Stimmen. Es müssen auch mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten für die Abwahl stimmen.
Preißler war vor einem Jahr zum neuen OB der rund 41.000 Einwohner zählenden Stadt in Mittelsachsen gewählt worden. Wegen einer Anfechtung der Wahl hatte er das Amt aber erst diesen Sommer antreten können.
In der Beschlussvorlage des Stadtrats hieß es, dass er nach der Vereidigung Anfang Juli den Kontakt zur Stadtverwaltung abgebrochen habe und seinen Pflichten als Oberbürgermeister nicht nachgekommen sei.
Zudem wird gegen ihn ermittelt, weil er am 6. August in einem Leipziger Hotel randaliert und Teile des Zimmer-Interieurs aus dem Fenster geworfen haben soll. Bei der Festnahme soll Preißler dann noch zwei Polizisten verletzt haben.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Sebastian Willnow/dpa
