Hotelzimmer beschädigt? Randale-Vorwürfe gegen Freiberger OB: Wie geht es jetzt weiter?

Freiberg/Leipzig - Verstörende Szenen am Donnerstagmittag in Leipzig: Freibergs neu gewählter Oberbürgermeister Philipp Preißler (41) soll in einem Hotel randaliert und zwei Polizisten verletzt haben. Der 41-Jährige äußerte sich bislang nicht öffentlich. Stattdessen fordert die CDU nun eine schnelle Lösung, sollte der OB seine Amtsgeschäfte nicht mehr wahrnehmen können.

Philipp Preißler (41) ist erst seit gut einem Monat als Freiberger Oberbürgermeister im Amt. Nun gibt es Wirbel um einen mutmaßlichen Hotel-Ausraster.  © Sebastian Willnow/dpa

In den sozialen Medien verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer: Freibergs Neu-OB Philipp Preißler soll laut Medienberichten in einem Leipziger Hotel randaliert und Einrichtungsgegenstände aus dem Fenster geworfen haben. Zuerst berichtete die "BILD" über den Fall.

Schlimmer noch: Als die Polizei eintraf, soll der 41-Jährige Widerstand geleistet und zwei Beamte verletzt haben!

Preißler selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Brisant: Sein offizieller Instagram-Account ist nicht mehr erreichbar.

Stattdessen melden sich die Fraktionen zu Wort. CDU-Fraktions-Chef Steve Ittershagen (49) äußerte sich in einem öffentlichen Statement. Es handle "sich um einen Vorgang, der angesichts des Amtes von Herrn Preißler nicht ohne Auswirkungen auf die Stadt Freiberg betrachtet werden kann".

Welche Konsequenzen folgen, sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könne Ittershagen noch nicht sagen. "Für mittel- und langfristige Bewertungen ist es heute zu früh", so der CDU-Politiker. Zunächst müsse der Vorfall aufgeklärt werden.

Aber: Da Preißler in ein Krankenhaus gebracht worden sein soll, müsse kurzfristig geklärt werden, "ob und in welchem Umfang der Oberbürgermeister seine Amtsgeschäfte wahrnehmen kann". CDU-Mann Ittershagen fordert eine Sondersitzung.

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Freie Wähler: "Deutlicher Widerspruch zu seinem bisherigen öffentlichen Auftreten"

In der Nikolaistraße in Leipzig flogen Einrichtungsgegenstände eines Zimmers aus einem Hotel. Philipp Preißler soll in den Vorfall verwickelt sein.  © TAG24/Jan-Gerrit Vahl

Auch die Freien Wähler äußerten sich zum Vorfall. Das mutmaßliche Verhalten im Hotel stehe in "deutlichem Widerspruch zu seinem bisherigen öffentlichen Auftreten".

Der Fall müsse nun aufgeklärt werden. Die Freien Wähler teilen in ihrer Stellungnahme mit, dass die monatelange Hängepartie "mit erheblichen persönlichen Belastungen verbunden waren und möglicherweise zu einer außergewöhnlichen Situation beigetragen haben".

Das dürfe einen solchen Vorfall allerdings nicht rechtfertigen oder relativieren, heißt es.

Philipp Preißler hatte die OB-Wahl in Freiberg im zweiten Wahlgang 2025 gewonnen. Der Kandidat der Freien Wähler bekam 45,96 Prozent der Stimmen.

Doch weil die Wahl angefochten wurde, konnte er sein Amt monatelang nicht antreten. Als die rechtlichen Auseinandersetzungen beendet waren, wurde er im Juni 2026 neuer Stadtchef.

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