Für schnelleren Weg zum Verwaltungsgericht: Sachsen will mal wieder Bürokratie abbauen

Dresden - Sachsen will Behörden von Bürokratie entlasten und Bürgern und Kommunen einen schnelleren Weg zum Verwaltungsgericht ermöglichen. Das Kabinett gab dazu jetzt einen Gesetzentwurf zur Abschaffung von Widerspruchsverfahren in ausgewählten Bereichen der Verwaltung zur Anhörung frei.

Ziel der Gesetzesänderung soll es sein, behördliche Abläufe zu verbessern und Verfahrensdauern zu verkürzen.  © David-Wolfgang Ebener/dpa

Ziel der Gesetzesänderung sei es, behördliche Abläufe zu optimieren, Verfahrensdauern insbesondere für Bürgerinnen und Bürger zu verkürzen und den Bürokratieabbau in Sachsen voranzutreiben, hieß es dazu.

Mit Widerspruchsverfahren können Verwaltungsentscheidungen zunächst innerhalb der Verwaltung überprüft werden, bevor ihnen der Rechtsweg zu den Gerichten offen ist.

Bisher sind diese Verfahren in vielen Bereichen Pflicht. "Die Reform schafft nun in bestimmten Rechtsgebieten die Möglichkeit, diesen Schritt zu überspringen, um Verfahren zu beschleunigen und sich direkt an die Gerichte zu wenden, ohne den Rechtsschutz der Betroffenen einzuschränken", hieß es weiter.

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In vielen Bundesländern sei das bereits Praxis.

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27 Verwaltungsverfahren sollen abgeschafft werden

Justizministerin Constanze Geiert (49, CDU) spricht von einem wichtigen Schritt zum Abbau der Bürokratie im Freistaat.  © Norbert Neumann

"Die Reform ist ein wichtiger Schritt für eine moderne Verwaltung, die effizient, transparent und serviceorientiert arbeitet. Mit unserem Reformvorschlag ermöglichen wir Bürgern sowie Kommunen zudem einen schnelleren sowie direkteren Zugang zu den Verwaltungsgerichten", betonte Justizministerin Constanze Geiert (49, CDU).

Insgesamt sollen 27 Verwaltungsverfahren in Sachsen für das Widerspruchsverfahren abgeschafft werden.

Betroffen sind unter anderem Verfahren im Kontext mit Vermögensgesetz, Versammlungsgesetz, Landesplanungsgesetz oder Wohngeldgesetz.

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