Gefahr durch giftige Raupen: Stadt in Sachsen sperrt Park ab

Bischofswerda - Winzig kleine, aber durchaus gefährliche Raupen sorgen in der sächsischen Kleinstadt Bischofswerda für Alarmstimmung. Am Donnerstag wurde wegen "massiven Befalls durch Raupen des Goldafters" der Lutherpark gesperrt.

Die Zugänge zum Lutherpark in Bischofswerda wurden abgesperrt.  © TAG24

Auch der Rammenauer Steg – ein Wirtschaftsweg entlang der B98 – ist vom Raupen-Befall und von einer Sperrung betroffen.

Dort war am Pfingstmontag ein Kind mit seinem Elternteil unterwegs.

Das Kind bekam später einen unangenehmen und nicht übersehbaren Ausschlag, schildert Sascha Hache (51), der persönliche Referent des Bischofswerdaer Oberbürgermeisters, auf Nachfrage von TAG24.

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Am Donnerstagmittag musste dann auch der Lutherpark gesperrt werden, nachdem bei einer Frau eine allergische Reaktion aufgetreten war.

Die Parkeingänge sind nun versperrt, zudem wurden Warnschilder aufgestellt.

Von der Sperrung des Parks ist auch der Spielplatz im Lutherpark betroffen.

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Die Brennhaare der Goldafter-Raupen können unangenehme allergische Reaktionen hervorrufen. (Archivfoto)  © imago/Panthermedia
Auch der Spielplatz im Lutherpark ist von der Sperrung betroffen.  © TAG24
Auf Schildern erklärt die Stadt, weshalb die Parkanlagen gesperrt bleiben.  © TAG24
Wegen der dichten Belaubung ist die Beseitigung der Raupen nicht so einfach möglich.  © TAG24

Lutherpark wegen Goldafter-Raupen gesperrt

Noch ist nicht klar, ab wann die Parkanlagen wieder betreten werden können.  © TAG24

Wie lange die Parkanlagen jetzt nicht betreten werden können, ist momentan noch unklar. Gewöhnlich verpuppen sich die Larven Ende Juni.

"Wir beobachten die Lage und entscheiden je nach Lage über die Öffnung", meint Hache.

Am Donnerstag hielten sich trotz Verbots vereinzelt Personen im Lutherpark auf.

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"Wir appellieren, dass sich die Leute daran halten", so der Sprecher der Stadt.

Restlos auffinden und beseitigen lassen sich die Goldafter-Raupen aufgrund des dichten Laubwerks der Bäume nicht so leicht.

Goldafter-Raupen können eine Länge von 3 bis 4,5 Zentimetern erreichen, informiert die Webseite des Bundeslands Schleswig-Holstein.

Die Brennhaare der Raupen sind dabei mit einem Nesselgift versehen, das bei Kontakt zu "allergischen Reaktionen, Haut- und Augenreizungen sowie in seltenen Fällen auch Atemwegsbeschwerden" führen kann.

Die Ansiedlung des Goldafters ist dabei kein sächsisches Problem.

Zuletzt wurden beispielsweise auf der schleswig-holsteinischen Nordsee-Insel Sylt Funde in mehreren Inselgemeinden gemacht.

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