Dresden - Bei Temperaturen von teilweise über 35 Grad hat die Hitze Sachsen voll im Griff. Die Angst in Ostdeutschland vor weiteren Hitzewellen ist groß. Die Vorbereitung auf eine mögliche "Dauerwelle" halten viele für unzureichend.
Mehr als die Hälfte der Ostdeutschen macht sich wegen der Hitze ernste Sorgen. Das gaben bei einer repräsentativen Umfrage der Barmer-Krankenkasse in Kooperation mit dem F.A.Z. Institut 55 Prozent der Befragten an.
Gut informiert fühlen sich 82 Prozent, 70 Prozent passen aktiv ihr Verhalten an - durch mehr Ruhepausen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr oder reduzierte körperliche Belastung.
Für die nächsten Tage haben die Wetterdienste zum Teil Hitzewarnungen ausgegeben und sagen Temperaturen von über 30 Grad voraus, teilweise von über 35 Grad.
Die Waldbrandgefährdung lag am Freitag für den gesamten Norden des Freistaats bei der zweithöchsten Stufe 4.
Gesundheitseinrichtungen sind auf Hitzewellen nicht ausreichend eingestellt
Nachholbedarf sehen die Befragten beim Hitzeschutz im Gesundheitswesen: Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen werden vielfach als nicht ausreichend auf extreme Hitze vorbereitet eingeschätzt.
"Gesundheitseinrichtungen müssen sich intensiver auf die Folgen des Klimawandels einstellen", forderte Barmer-Landesgeschäftsführerin Claudia Beutmann (39).
Noch größer war die Angst der Umfrage zufolge in Westdeutschland. Im Süden fühlten sich 60 Prozent der Befragten wegen möglicher Hitzewellen beunruhigt, im Norden und Westen waren es 64 Prozent.
Laut Wettervorhersage sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen vor allem im Nordwesten noch höher klettern als in Sachsen.
Für die Umfrage waren 2025 insgesamt 1001 Personen - 201 davon aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin - befragt worden.