Großeinsatz in der Talsperre Pöhl: Verzweifelte Suche nach Vermissten geht weiter

Pöhl - Eine Bootstour endete für eine Dreiergruppe auf der Talsperre Pöhl in einer Katastrophe: Zwei Männer (28, 41) wurden beim Baden von der Strömung mitgerissen, eine Frau (27) konnte sich retten. Nach dem Duo wird gesucht - bisher ohne Erfolg.

Die Wasserschutzpolizei war gestern im Einsatz.  © Ellen Liebner

Das Trio war am Sonntagnachmittag auf dem Stausee der Talsperre Pöhl (Vogtlandkreis) mit einem Tretboot unterwegs.

"Nachdem sich die beiden Männer ins Wasser begaben, verloren sie den Kontakt zum Boot und wurden durch die starke Strömung abgetrieben", so die Polizeidirektion Zwickau. Nachdem die Frau das Ufer erreicht hatte, schrie sie um Hilfe. Daraufhin wurde die Wasserwacht aktiv.

Seitdem wird nach den beiden Männern gesucht. Auch am Montag ab 9 Uhr waren mehrere Wasserspürhunde sowie Rettungstaucher im Einsatz. Einheiten der Wasserschutzpolizei, der Rettungshundestaffel sowie die Plauener Polizei waren vor Ort.

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Es war nicht das erste Badeunglück dieser Art am vergangenen Wochenende in Sachsen. Laut Martin Holzhause (42) von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gab es bereits einen tödlichen Unfall im Zwenkauer See bei Leipzig.

Sollten die beiden Vermissten vom Stausee tot geborgen werden, wären es bereits drei Opfer von Badeunfällen.

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Hier wird ein Bildschirm für die Suche per Echolot aufgestellt.  © Ellen Liebner
DLRG-Sprecher Martin Holzhauser (42).  © DLRG
Auch Wasserspürhunde halfen bei der Suche.  © Ellen Liebner
Mehrere Boote waren auf der Talsperre im Einsatz.  © Ellen Liebner
Laut Polizeisprecherin Karolin Hemp (37) wird die Suche fortgesetzt.  © Ellen Liebner

Die Ursachen sind dabei vielfältig: "Unfälle passieren zumeist, weil Menschen sich selbst überschätzen und Gefahren nicht kennen, diese falsch einschätzen oder sogar ignorieren" so Holzhause.

Auch am Dienstag soll nach den Vermissten an der Talsperre gesucht werden. Hinweise an die Polizei: Tel. 03741/140

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