Handy-Verbot für ältere Schüler in Sachsen rückt näher

Dresden - Was hat die Medienkompetenz von (Grund)Schülern mit ihrer Gesundheit zu tun? Ganz viel, ist Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) überzeugt.

Gestalten das Pilotprojekt: Prof. Veit Rößner (v.l.n.r.), Ulf Matysiak (Beisheim-Stiftung), Conrad Clemens und Prof. Dr. Markus Donix (Krankenhaus Arnsdorf).  © Steffen Füssel

Beim Medienpädagogik-Fachtag wurde Mittwochvormittag diskutiert, wie Medienbildung ab Klasse 1 funktionieren kann.

Pädagogen, Wissenschaftler und Mediziner zimmerten Leitplanken für den Unterricht (sollen schon 2026/27 zum Einsatz kommen). Zudem gaben sie Empfehlungen ab für den Umgang mit privaten Handys und Tablets an weiterführenden Schulen.

Für die Grundschulen ist die Nutzung privater Endgeräte bereits ab dem kommenden Schulhalbjahr (mit wenigen Ausnahmen) verboten.

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Clemens: "Ich kann mir ein Verbot privater Handys in den Klassenstufen 5 bis 8 vorstellen. Der Fachtag hat deutlich gezeigt: Wir brauchen weniger privates Handy und mehr Medienkompetenz."

Am Nachmittag fiel dann der Startschuss für ein Pilotprojekt, das Lehrkräfte im Schulalltag unterstützen und zugleich den Umgang mit Schülern mit psychischen Auffälligkeiten verlässlicher gestalten will.

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Für Grundschüler heißt es bald weg mit dem Handy. Kommt das Verbot auch für höhere Klassen?  © Marijan Murat/dpa

Kultusministerium, Uniklinik Dresden, Krankenhaus Arnsdorf und die Beisheim Stiftung engagieren sich zusammen dafür. Veit Roessner (52) von der Uniklinik: "Es bedarf abgestimmter Prozesse, klarer Zuständigkeiten und einer frühzeitigen Diagnostik."

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