Schriftliche Division aus Lehrplan streichen? Sachsens Kultusminister wird deutlich

Dresden - Sachsens Grundschüler sollen auch weiterhin die schriftliche Division erlernen.

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) hält am bisherigen Lehrplan für das Fach Mathe fest. (Archivfoto)
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) hält am bisherigen Lehrplan für das Fach Mathe fest. (Archivfoto)  © Robert Michael/dpa

Weil das schriftliche Dividieren zu komplex sei, wurde es in Niedersachsen aus dem Lehrplan für Grundschulen gestrichen, wie das Kultusministerium Mitte Dezember gegenüber der "NWZ" erklärte.

In Sachsen ist dieser Schritt dagegen nicht geplant: "Unsere Haltung in Sachsen ist klar: Wir halten am schriftlichen Dividieren in der Grundschule fest!", teilte Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) am Montag mit.

Bisher mussten Schüler in der vierten Klasse lernen, wie man einzelne Ziffern des Dividenden nach und nach durch den Teiler teilt und gegebenenfalls noch Reste überträgt. Das soll auch so bleiben.

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Während diese Rechenart in Niedersachsen als zu "fehleranfällig" betrachtet wird, ist die schriftliche Division in Sachsen weiterhin als Lernziel in der Lernzielebene "Einblick gewinnen" vorgeschrieben.

An Sachsens Grundschulen soll auch weiterhin die schriftliche Division gelehrt werden. (Symbolfoto)
An Sachsens Grundschulen soll auch weiterhin die schriftliche Division gelehrt werden. (Symbolfoto)  © Jens Kalaene/dpa

Der Freistaat orientiert sich damit an dem 2022 auf der Kultusministerkonferenz überarbeiteten Lehrplan für das Schulfach Mathematik.

Titelfoto: Bildmontage: Jens Kalaene/dpa, Robert Michael/dpa

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