Immer mehr Jägerinnen in Sachsen: Frauen mischen sich in Wolf-Debatte ein
Von André Jahnke
Großschirma - Immer mehr Frauen gehen in Sachsen auf die Jagd - und prägen dabei die Debatte um den Wolf mit.
Aktuell sind etwa 14.500 Menschen im Besitz eines gültigen Jagdscheins, 18 Prozent davon Frauen, wie der Landesjagdverband vor dem 37. Landesjägertag in Großschirma (Landkreis Mittelsachsen) mitteilte. Im Jahr 2024 lag der Anteil der Jägerinnen noch bei elf Prozent.
Auf dem Landesjägertag, zu dem Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) erwartet wird, soll auch der Umgang mit dem Wolf thematisiert werden.
Zum Schutz von Weidetieren hatte der Bundestag Anfang März einen erleichterten Abschuss von Wölfen beschlossen und mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition und der AfD das Tier ins Jagdrecht aufgenommen.
So können sogenannte Problemwölfe einfacher getötet werden - etwa wenn sie Zäune überwunden und Schafe gerissen haben. Allerdings muss nach dem Bundestag auch noch der Bundesrat zustimmen, bevor die Neuregelung in Kraft treten kann.
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Wölfe vor allem in Ostdeutschland präsent
Allein in Deutschland wurden zuletzt nach Behördenangaben mehr als 1600 Wölfe gezählt - vor allem im Bereich von Niedersachsen über Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bis nach Sachsen.
Nach Angaben des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes wurden im vergangenen Jahr 210 Schadensfälle gemeldet. 527 Tiere waren betroffen, 416 wurden getötet.
Titelfoto: Bildmontage: Philipp Schulze/dpa / Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
