Dresden - Einmal Crash-Kid, immer Crash-Kid? Seit Jahren fällt Marcel R. (31) immer wieder mit Verfolgungsjagden und Autoklau auf. Nun sitzt er wieder in Untersuchungshaft, die Dresdner Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens gegen ihn erhoben.
Schon mit 19 Jahren legte der damalige Berufsschüler richtig los. Im Juli 2013 raste er mit einem geklauten Golf ohne Führerschein mit 100 Stundenkilometern vor der Polizei durch Hohnstein-Ernstthal, flog aus einer Kurve und verletzte dabei zwei Mädels (beide 15) schwer.
Außerdem legte er noch ein Feuer im Haus des Ex-Freundes seiner Mutter, wurde dafür zu fast vier Jahren Haft verurteilt.
Doch gelernt hatte er daraus offenbar nicht: Schon im Mai 2018 stand er wieder wegen Diebstahls, Betrugs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor Gericht, kassierte wieder drei Jahre und zehn Monate.
2024 folgten in Leipzig weitere vier Monate für Fahren ohne Fahrerlaubnis. Die saß er bis Oktober 2024 ab. Ein Jahr später fiel er erneut auf: Am 14. Oktober 2025 soll er mit einem gestohlenen Smart mit über 100 Stundenkilometern durch Zeithain gerast sein, die Polizei nahm die Verfolgung auf.
"Nach Überquerung der Kreuzung Gohliser/Riesaer Straße verlor der Beschuldigte die Kontrolle über das Fahrzeug und überschlug sich", so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (50). "Bei der Fahrt soll der Beschuldigte unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gewesen sein."
Autodieb hat sich noch nicht zu Vorwürfen geäußert
In U-Haft kam er dafür nicht - und so soll er zwei Wochen später ins Büro von "teilAuto" an der Dresdner Antonstraße eingebrochen sein. Mit einem dort erbeuteten Schlüssel soll er einen VW Caravelle gestohlen haben und wurde prompt von der Polizei erwischt.
Bislang hat er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert.