In voller Blüte: Zuschendorf zelebriert die Kamelie
Pirna - Wo sind die Schönsten im ganzen Land? Im Landschloss Zuschendorf werden bei der 23. Deutschen Kamelienblütenschau bis 8. März rund 1000 Kamelienblüten in den Schlossräumen präsentiert - und die drei Schönsten prämiert.
Die Schau steht in diesem Jahr augenzwinkernd unter dem "Warum ist eigentlich der Gärtner immer der Mörder?".
"Diese Aussage ist spätestens nach den Krimiromanen von Agatha Christie und Edgar Wallace zu einer beliebten Redewendung geworden", schmunzelt Sammlungsleiterin Magret Scheerer (48).
"Damit möchten wir Besucher neugierig machen."
Ob Giftmord an einer gedeckten Tafel, Kräuterfrau bei der Arbeit oder das "Waffenarsenal" eines Gärtners - verschiedene Szenen illustrieren die Arbeit des Gärtners, der über Gedeihen oder Vergehen von Pflanzen entscheidet und sich mit tödlichen Nebenwirkungen auskennt.
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Kamelien-Züchter aus ganz Deutschland schicken ihre floralen Schätze
Zwischen den liebevoll gestalteten Bildern breitet die Mitteldeutsche Kameliengesellschaft ihre floralen Schätze aus.
Züchter aus ganz Deutschland haben ihre Blüten geschickt.
"Das war in diesem Jahr wegen des langen Winters eine Herausforderung. Viele Kamelien haben viel später ihre Blüten entfaltet", weiß Vorsitzende Heidi Ziener (75), die 2004 die erste Schau auf Zuschendorf initiierte.
"Ich selbst habe natürlich Kamelien zu Hause, aber ich züchte nicht."
Auch das Landschloss widmet sich "lediglich" der eigenen Sammlung und dem Erhalt der unter Denkmalschutz stehenden Seidelschen Kameliensammlung.
300 Sorten sind in den Zuschendorfer Glashäusern zu bestaunen, manche Pflanzen sind um 100 Jahre alt.
Der Deutschen Kamelienblütenschau schließt sich bis 19. April die sächsische Schau an, deren Blüten regelmäßig durch frische ersetzt werden können.
Geöffnet: Di.-So. 10–17 Uhr, zusätzlich im März Mo. 10-16 Uhr. Eintritt: 7 Euro.
Titelfoto: Steffen Füssel

