Schüler protestieren gegen Erhöhung des Bildungstickets
Dresden - Um das Finanzloch von rund 3 Milliarden Euro im anstehenden Doppelhaushalt zu stopfen, stellt die Staatsregierung offenbar alles auf den Prüfstand. Auch das Bildungsticket. Gegen eine Preiserhöhung regt sich schon jetzt Protest.
Noch kostet das Ticket 15 Euro monatlich und gilt im gesamten jeweiligen Verbund. Aber das könnte sich in absehbarer Zeit ändern.
Einem Bericht des MDR zufolge erwägt man in Dresden eine Preiserhöhung.
"Diese Koalition ist offenbar bereit, Kinder und deren Familien zu belasten, weil Geld fehlt", kritisiert der mobilitätspolitische Sprecher der Linksfraktion, Stefan Hartmann (57).
Wer das Bildungsticket verteuere, grenze junge Menschen aus – gerade abseits der Großstädte, wo Bus und Bahn besonders dringend gebraucht würden, sagte Hartmann.
Zudem erklärte er, eine Verteuerung sei mit der Linken nicht zu machen.
Schüler- und Elternverbände protestieren gegen Preiserhöhung des Bildungstickets
Zuvor hatten sich bereits der Landesschüler- und der Landeselternrat gemeinsam mit den Kreiselternräten in einem Bildungsappell für den Erhalt und Ausbau des Bildungstickets ausgesprochen.
Nach Angaben des Infrastrukturministeriums vom Dezember nutzen das Bildungsticket knapp 250.000 Schüler.
Titelfoto: DPA
